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Die Unglücklichen: Irland, Schottland, Nordirland und die Post-Brexit-Sorge

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Die Unglücklichen: Irland, Schottland, Nordirland und die Post-Brexit-Sorge
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Schottland

Großbritannien verlässt die EU, aber große Teile des Königreichs sind darüber unglücklich. In Schottland wittert Regierungschefin Nicola Sturgeon eine Chance für ein zweites Unabhängigkeitsreferendum – trotz des Widerstands aus London: "Wir müssen die Mehrheit der Bürger Schottlands überzeugen, sich für die Unabhängigkeit auszusprechen. Unsere Anstrengungen sollten sich jetzt darauf konzentrieren, ihnen klarzumachen, dass die Unabhängigkeit die beste Lösung ist, und darauf, wie wir uns das Recht sichern, in einem Referendum darüber zu entscheiden."

Irland

Irland bleibt in der EU, auch ohne Referendum. Dort macht man sich dennoch Sorgen über die kommenden Jahre. Premierminister Leo Varadkar mahnte kurz vor dem Brexit vor den wirtschaftlichen Unwägbarkeiten: "Wenn kein Handelsabkommen zustande kommt, wäre das 2021 ein existenzbedrohendes Risiko für unsere Wirtschaft. Wir brauchen das Abkommen. Es ist wichtig, auf Augenhöhe zu handeln, denn in der ganzen EU gibt es Besorgnis darüber, dass manche den Brexit auch deshalb wollten, um uns beim Handel zu unterbieten."

Nordirland

Die Iren bleiben. Die Nordiren dagegen verlassen die EU gemeinsam mit England.In Nordirland haben sich 56 Prozent für den Verbleib in der EU ausgesprochen. Hier wird es also keine großen Feierlichkeiten geben, die wir im Rest des Königreichs erwarten. Aber wen man auch fragt, ob Brexit-Befürworter oder Gegner, jeder macht sich Sorgen darüber, wie sich der Brexit hier auswirkt. Denn Nordirland wird den Warenverkehr und Zollangelegenheiten weiter nach EU-Regeln durchführen. Manche sagen, das stellt ein Hindernis für den Handel zwischen Großbritannien und Nordirland dar. Auf der Seite der Unionists befürchtet man dagegen, dass sich Nordirland dadurch zu stark vom Rest des Königreichs abgrenzt. Und es gibt große Diskussionen darüber, ob der Brexit zu einer Volksabstimmung über ein geeintes Irland führen wird.