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Der "vierte Mann": Auch Röttgen will CDU-Chef werden

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Der "vierte Mann": Auch Röttgen will CDU-Chef werden
Copyright  AP Photo/Martin Meissner
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In den Wettbewerb um die Nachfolge von CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer kommt zusätzliche Bewegung: Norbert Röttgen , der wie die voraussichtlichen Bewerber Merz, Laschet und Spahn aus Nordrhein-Westfalen stammt, hat überraschend seine Kandidatur um den CDU-Chefposten angemeldet. Er ist damit der erste, der eine Kandidatur offiziell ankündigt.

Am Dienstag bestätigte der 54-Jährige seine Kandidatur auf eine Pressekonferenz in Berlin. Es gehe jetzt nicht allein um eine Personalentscheidung für den Parteivorsitz, betonte Röttgen vor den Hauptstadt-Journalisten weiter. "Es geht um die politische - personelle und inhaltliche - strategische Positionierung der CDU."

"Wir brauchen eine strategische inhaltliche Positionierung de CDU, die Antworten gibt dafür, wie wir Unsicherheiten in der Gesellschaft beseitigen wollen. Man kann es aber auch anders sagen: wie wir wieder gesichert deutlich über 30 Prozent kommen."
Norbert Röttgen
Bewerber um CDU-Vositz

Röttgen bestätigte, er habe die Parteisvositzenende vor der Bekanntmachung über seine Kandidatur Mail informiert und auch am Vormittag mit ihr darüber gesprochen.

Röttgen war von 2009 bis 2012 Bundesumweltminister und setzte sich 2010 in einer Mitgliederbefragung um den NRW-Landesvorsitz gegen Laschet durch. Die Landtagswahl 2012 verlor er, woraufhin Bundeskanzlerin Angela Merkel ihn aus dem Kabinett entließ. Als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages konnte er sich danach international neu profilieren.

Kramp-Karrenbauer wollte an diesem Dienstag mit Einzelgesprächen über die Regelung ihrer Nachfolge beginnen. Röttgen sagte auf der Pressekonferenz, das er nicht viel von diesem Verfahren halte. Das sei ein bisschen so wie eine Jacke, die man gleich beim ersten Knopf falsch zuknöpft.