Eilmeldung
This content is not available in your region

Soldaten aus Großbritannien und Weißrussland trainieren gemeinsam

euronews_icons_loading
Militärübung in Weißrussland
Militärübung in Weißrussland   -   Copyright  Belaruskaja Tele-Radio Campanija
Schriftgrösse Aa Aa

Wintertraining und Vorbereitung für Blauhelmeinsätze

Soldaten der weißrussischen und der britischen Armee halten derzeit ein gemeinsames Trainingscamp im weißrussischen Witebsk nahe der Grenze zu Russland ab.

Für die 42 britischen Marines geht es laut dem Londoner Verteidigungsministerium vor allem um Wintertraining.

Die weißrussischen Kameraden sollen dagegen mit den zweiwöchigen Übungen auf Einsätze als Blauhelmsoldaten der UNO vorbereitet werden, so das Verteidigungsministerium in Minsk.

Fingerzeig in Richtung Moskau?

Seit 2018 haben beide Länder bereits mehrmals gemeinsam trainiert. Einige Beobachter schätzen, dass die aktuellen Übungen mit dem Namen "Winterpartisan" auch ein politisches Zeichen in Richtung Moskau sein könnten.

An sich pflegen Weißrussland und Russland enge Beziehungen. Auch gemeinsame Militärmanöver gab es bereits.

Nach der Besetzung der Krim durch Russland sind in Minsk allerdings zunehmend Zweifel an den Absichten Moskaus aufgekommen. In Minsk gab es immer wieder Proteste gegen eine mögliche Vereinigung des Landes mit Russland.

Weißrussland fürchtet Zwangsvereinigung mit Russland

Zuletzt warf der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko Russland vor, die Abhängigkeit Weißrusslands von russischem Öl und Gas zu nutzen, um letztlich eine Vereinigung beider Länder herbeizuführen. Er werde das nicht zulassen, so Lukaschenko.

Offiziell ist nur von einer engere "Integration" beider Länder die Rede. Lukaschenko sagte, mit "Integration" meine Russland allerdings eine "Übernahme Weißrusslands".

Lukaschenko warf Russland außerdem "Abzocke" bei den Energiepreisen vor. Weder beim Gas biete Russland faire Preise an noch beim Öl, das teurer als auf dem Weltmarkt verkauft werde.

Deshalb habe Weißrussland zuletzt Öl in Norwegen eingekauft. Anfang März stoppte Russland seine Öllieferungen nach Weißrussland angesichts der noch ergebnislosen Verhandlungen über einen neuen Vertrag.