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Mehr als 1.800 Tote in Italien - Conte ruft zur Solidarität auf

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Mehr als 1.800 Tote in Italien - Conte ruft zur Solidarität auf
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Italien

Der italienische Regierungschef Giuseppe Conte hat die Bevölkerung gewarnt, dass der Höhepunkt der Coronavirus-Krise noch nicht erreicht ist. Mehr als 1800 Menschen sind bereits gestorben, mehr als 25 000 sind infiziert.

Das gesamte Land ist Sperrzone, niemand darf das Haus verlassen, wenn nicht unbedingt notwendig. "Man müsse nun zusammenstehen", so der Ministerpräsident.

Die Staats- und Regierungschefs sieben führender westlicher Industriestaaten (G7) wollen am Montagnachmittag über den gemeinsamen Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus beraten.

Dabei wird es auch um die wirtschaftlichen Auswirkungen der weltweiten Krise gehen. Der Gipfel findet wie inzwischen fast alle internationalen Konferenzen per Video statt.

Spanien

Die 15-tägige Ausgangssperre in Spanien hat das öffentliche Leben weitgehend lahm gelegt. Der öffentliche Nah- und Fernverkehr ist um rund 50 Prozent reduziert. Madrid steht still.

Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, ist auf rund 7900 Personen gestiegen. Mehr als die Hälfte der Fälle wurde in der Region Madrid bestätigt.

Der am Samstagabend in Spanien ausgerufene Alarmzustand samt Ausgangssperre soll länger als die zunächst angepeilten 15 Tage dauern. Zwei Wochen würden "nicht ausreichen, um den Kampf zu gewinnen", sagte Transportminister José Luis Ábalos in einem Radiointerview mit dem Sender RTVE.

Frankreich

In Frankreich sind wegen des Coronavirus bis auf Lebensmittelläden die Geschäfte und Bars sowie Restaurants geschlossen. Trotzdem wurde dort am Sonntag gewählt, viele folgten dem Aufruf ins Wahllokal allerdings nicht. Weniger als 50 Prozent der Wahlberechtigten gaben ihre Stimme ab.

Die Anzahl der Infektionen wächst auch in Frankreich weiter, auf rund 5400, damit ist die Zahl innerhalb von 24 Stunden um 900 gestiegen.

Deutschland

Deutschland hat an den Grenzen nach Österreich, Frankreich, Luxemburg und Dänemark sowie zur Schweiz mit Kontrollen begonnen. Dadurch soll eine rasante Ausbreitung des Coronavirus verhindert werden.

Reisende ohne triftigen Grund dürfen über diese Grenzen nicht mehr einreisen. Für Warenverkehr und Berufspendler gibt es Ausnahmen.

Alle norddeutschen Küstenländer sperrten am Montag ihre Inseln in der Nord- und Ostsee für Touristen. Dazu gehören Sylt, Amrum, Föhr, Fehmarn und Nordstrand.

In Mecklenburg-Vorpommern sollen die Maßnahmen auf Rügen, Usedom, Hiddensee und Poel wegen der Größe der Inseln und der zahlreichen direkten Verbindungen aufs Festland schrittweise eingeführt werden.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass mehrere tausend Deutsche wegen Reisebeschränkungen im Zuge der Corona-Krise im Ausland festsitzen.

Vor allem in der Türkei, Marokko, Indonesien und den Philippinen haben Bundesbürger nach Angaben des Auswärtigen Amts Schwierigkeiten, nach Deutschland zurückzukehren.