Unzureichende Schutzmaßnahmen: Krankenhaus-Skandal in Rumänien

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In der Stadt Suceava haben sich mindestens 83 Bedienstete angesteckt, weil sie mit Infizierten in einem Raum warten mussten.

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In der nordrumänischen Stadt Suceava ist eines der größten Krankenhäuser des Landes auf Anordnung des Gesundheitsministeriums vorerst geschlossen worden. 83 Bedienstete hatten sich mit dem Coronavirus angesteckt.

Schutzmaske und Handschuhe selbst gekauft

Sie berichteten, in einem Raum gemeinsam mit Infizierten stundenlang auf die Durchführung der Tests hätten warten müssen. Eine Krankenschwester warf der Direktion im Umgang mit dem Virus Versagen vor und berichtete, sie habe sich Schutzmaske und Handschuhe selbst kaufen müssen. Mittlerweile ist die Leiterin des örtlichen Gesundheitsamtes zurückgetreten. Das Krankenhaus in Suceava wird nun grundgereinigt und desinfiziert.

Auch in einem Militärkrankenhaus in Focsani im Osten des Landes haben sich zwei Bedienstete angesteckt. Die Patienten wurden in andere Städte verlegt und das Krankenhaus ebenfalls vorerst außer Betrieb genommen.

Weitere Covid-19-Fälle bei medizinischem Personal gibt es in der Stadt Galati, rund 100 Kilometer von Focsani entfernt. Hier sind drei Krankenhäuser betroffen.

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