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Flüchtlingsunterkunft in Griechenland unter Corona-Quarantäne

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Flüchtlingsunterkunft in Griechenland unter Corona-Quarantäne
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Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes ist ein Hotel mit etwa 470 Flüchtlingen wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellt worden. In dem Hotel ist eine 28-jährige schwangere Frau aus Somalia, positiv auf den Erreger getestet worden. Nun sollen alle Flüchtlinge und das Personal getestet werden.

In den vergangenen Wochen wurden bereits zwei Flüchtlingscamps nördlich von Athen unter Quarantäne gestellt. In griechischen Lagern leben nach Angaben des Migrationsministeriums insgesamt etwa 100 000 Menschen.

Davon harren etwa 39 000 auf Inseln im Osten der Ägäis aus. Dort wurde bislang aber kein Corona-Fall diagnostiziert. Dazu der Epidemiologe Sotiris Tsiodras:

"Es wurden detaillierte Anweisungen gegeben, um die Ausbreitung der Krankheit zu begrenzen und das Funktionieren des Flüchtlingslagers zu gewährleisten".

Auf europäischer Ebene hat Griechenland das Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union aktiviert, um mit einem möglichen Ausbruch des Coronavirus in Aufnahmezentren für Flüchtlinge und Migranten umzugehen.

Griechenland bittet um Hilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen, sowie um medizinische Hilfsgüter wie Geräte zur Erzeugung von Sauerstoff zur Atemgasversorgung, Röntgengeräte und Rollstühle.

Das Ministerium für Zivilschutz kündigte auch eine Verlängerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Flüchtlingslagern bis zum 10. Mai an.