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Krise am Rohölmarkt wird größer

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Krise am Rohölmarkt wird größer
Copyright  AP Photo/Eric Gay
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Am Rohölmarkt haben sich die Turbulenzen fortgesetzt. Der am Montag erstmals unter die Nullmarke gefallene Preis für US-Rohöl zur Lieferung im Mai wirkte sich am Dienstag auf weitere Marktsegmente aus.

Nicht nur der Preis für amerikanisches Rohöl fiel ins Bodenlose, auch der Preis für europäisches Rohöl sackte deutlich ab.

Sämtliche Lager sind komplett voll und die Nachfrage, die voraussichtlich ab dem dritten Quartal anziehen wird, ist immer noch viel geringer, als das zu diesem Zeitpunkt verfügbare Angebot. Die Ölmenge, die auf Lager gehalten wird, muss erst verbraucht werden, bevor die neue Fördermenge verbraucht werden kann.
Ranjith Raja
Öl-Experte

US-Präsident Donald Trump schrieb auf Twitter, er wolle die Öl- und Gasindustrie der Vereinigten Staaten und die daran gekoppelten Arbeitsplätze nicht im Stich lassen.

Der Ausnahmezustand am Ölmarkt hat mit einem Auseinanderklaffen von Angebot und Nachfrage zu tun. Auf der Nachfrageseite wiegt schwer, dass die Corona-Pandemie derzeit viele Volkswirtschaften faktisch lahmlegt.

Das Ölgeschäft hat gerade eine große Herausforderung zu meistern. Denn die niedrigen Ölpreise führen zu weniger Investitionen und geringerer wirtschaftlicher Aktivität - und das zu weniger Arbeitsplätzen, zumindest für eine Zeit lang.
Jim Burkhard
Analyst für die Ölindustrie

Der Bedarf an Rohöl und Ölprodukten ist derzeit gering. Das hat auch Auswirkungen auf die Benzin- und Heizölpreise - die sind bereits deutlich rückläufig.