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UN warnen: Welt droht wegen Corona eine "Hunger-Pandemie von biblischen Ausmaßen"

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David Beasley, Leiter des Welternährungsprogramms der UN
David Beasley, Leiter des Welternährungsprogramms der UN   -   Copyright  AP
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Wegen der Corona-Pandemie drohen in vielen Teilen der Erde Hungersnöte von "biblischen Ausmaßen". Das sagte der Leiter des Welternährungsprogramms der UN (WFP), David Beasley, jetzt vor dem UN-Sicherheitsrat in New York.

821 Millionen Menschen gingen jede Nacht überall auf der Welt hungrig zu Bett. Dazu kämen jetzt die aktuell 135 Millionen Menschen, die vom Hungertod bedroht seien. Ihre Zahl könnte sich dieses Jahr auf 250 Millionen erhöhen. Beasley sprach von einer möglichen "Hunger-Pandemie".

"Es wird erwartet, dass Lockdowns und wirtschaftliche Rezession zu einem großen Einkommensverlust unter den Erwerbsarmen führen werden. Auch die Geld-Überweisungen aus Übersee werden stark zurückgehen - dies wird Ländern wie Haiti, Nepal und Somalia schaden, um nur einige zu nennen. Der Verlust von Einnahmen aus dem Tourismus wird Ländern wie Äthiopien schaden, wo er 47 Prozent der Gesamtexporte ausmacht".

Besonders gefährdet sind dem Bericht zufolge Länder, die von Konflikten, Wirtschaftskrisen oder den Folgen des Klimawandels besonders betroffen sind.

Schon vor der Pandemie hatten es Teile Ostafrikas und Südasiens mit Nahrungsmittelknappheit zu tun. Grund waren vor allem Trockenheit und der schwerste Heuschreckenbefall seit Jahrzehnten.

Das Ernährungsprogramm aber auch andere Hilfsorganisationen fordern, die Lieferung von Lebensmitteln für die von Hungersnot bedrohten Menschen überall auf der Welt sicherzustellen.