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Altmaier erwartet schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte

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Altmaier erwartet schwerste Rezession der Nachkriegsgeschichte
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Die Coronakrise wird Deutschland erwartungsgemäß in die schwerste Rezession der Nachkriegszeit stürzen, verbunden mit einem Anstieg der Arbeitslosigkeit.

Das bestätigte die Frühjahrsprojektion, die Wirtschaftsminister Peter Altmaier in Berlin vorstellte. Demnach rechnet die Bundesregierung für das laufende Jahr mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 6,3 Prozent.

Für das kommenden Jahr wird im Zuge eines Aufholprozesses ein Zuwachs in Höhe von 5,2 Prozent erwartet.

Erstmals seit Jahren werde es einen Rückgang der Beschäftigung geben, sagte Altmaier. Die Kurzarbeit werde in einem noch nie dagewesenen Ausmaß steigen. Besonders stark betroffen seien das Gastgewerbe, der Handel und Unternehmensdienstleistungen.

Altmaier sagte ferner: "Der Anstieg der Arbeitslosigkeit in Deutschland wird durch den massiven Einsatz von Kurzarbeit merklich abgemildert. Im März und April werden voraussichtlich mindestens drei Millionen Menschen in Kurzarbeit sein. Die Kurzarbeit wird auch im Jahresdurchschnitt deutlich höher sein als während der Finanzkrise."

Die Automobilkonzerne Volkswagen und Daimler forderten die deutsche Regierung auf, die Nachfrage nach Autos anzukurbeln. Die Coronavirus-Pandemie habe die Gewinne des ersten Quartals belastet und beide Autohersteller gezwungen, ihre Jahresprognosen fallen zu lassen.

Der Verband der Automobilindustrie und die Landesregierungen von Bayern und Niedersachsen fordern Prämien für Autokäufer.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schlug vor, für den Kauf von Elektroautos 10.000 Euro zu zahlen.