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"Vater, Bruder, Onkel, Aktivist": Letztes Geleit für George Floyd

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"Vater, Bruder, Onkel, Aktivist": Letztes Geleit für George Floyd
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Bewegender Abschied von George Floyd. In einer weißen Kutsche wurde der vor zwei Wochen bei einem brutalen Polizeieinsatz getötete Afroamerikaner zu Grabe getragen.

Die Beerdigung fand auf einem Friedhof der Stadt Pearland im US-Bundesstaat Texas statt. Dorthin war der Sarg aus dem benachbarten Houston gebracht worden, nach einer bewegenden Trauerfeier mit flammenden Aufrufen gegen Rassismus und Polizeigewalt.

Er werde Gorge Floyd sehr vermissen, sagte der Bruder des Verstorbenen, LaTonya Floyd, unter Tränen. "Ich möchte ihm nur sagen, dass ich ihn liebe und Gott dafür danke, dass er mir meinen persönlichen Superman geschenkt hat."

Bewegend auch die Worte der Nichte: "Mein Name ist Brooke Williams, ich bin die Nichte von George Floyd und ich kann atmen. Und solange ich atme, werde ich um Gerechtigkeit kämpfen. Ich möchte Ihnen allen danken, dass Sie gekommen sind, um George Perry Floyd zu ehren. Mein Onkel war Vater, Bruder, Onkel und Cousin, spirituell geerdet und ein Aktivist."

"Gott hatte einen anderen Plan für dich"

Auch der prominente Bürgerrechtler Al Sharpton versprach vor Angehörigen und geladenen Gästen, der Kampf um Gerechtigkeit werde weitergehen. "Du wolltest die Welt verändern, dafür hat Gott dich berufen, aber nicht auf einem Basketball- oder Fußballfeld. Gott hatte einen anderen Plan für dich, denn Menschen auf der ganzen Welt protestieren in deinem Namen, George. Du hast Menschen in Südafrika berührt, in England, in über 50 Staaten - und das sogar inmitten einer Pandemie."

Der Tod des 46-Jährigen am 25. Mai in der Stadt Minneapolis hat Proteste in den USA und vielen anderen Staaten gegen Polizeigewalt und Rassismus ausgelöst.

Gegen die vier beteiligten Polizeibeamten wurde Anklage erhoben - unter anderem wegen Mordes zweiten Grades.