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Spanien: Corona stürzt die Stierkampf-Branche in die Krise

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Pro-Corrida-Demonstration in Sevilla
Pro-Corrida-Demonstration in Sevilla   -   Copyright  AFP
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Seit Mitte März gibt es in Spanien wegen Corona keine Corridas. Gut für die Stiere, aber schlecht für Mitarbeiter und Anhänger des Spektakels. Viele von ihnen sind jetzt in mehreren spanischen Städten auf die Straße gegangen, um mehr Hilfe von der Regierung zu fordern.

Der Matador Pablo Aguado sagt: "Wir verlangen Gerechtigkeit für die Stierkampfbranche. Sie soll genau so behandelt werden, wie alle anderen kulturellen Bereiche. Dies ist das wichtigste kulturelle Volksfest in Spanien, und wir wollen, dass es auch so behandelt wird."

Stierkampf-Anhänger Jose Luis Hurtado meint: "Wir wollen nicht ignoriert werden. Die Regierung lässt uns links liegen. Sie unterstützt uns nicht so, wie sie andere Shows unterstützt."

Einige Toreros und Aficionados vermuten, die Regierung nutze die Coronakrise als Vorwand, der Corrida den Todesstoß zu versetzen.

"Sie versuchen erneut, uns zu verbieten, aber sie können es nicht, dann Kultur kann man nicht zensieren", rief Torero Enrique Ponce bei einer Demo in Salamanca.

Zwar gilt der Stierkampf seit 2013 als Kulturgut, dennoch ist das Spektakel auch in Spanien umstritten.