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Lufthansa: Es braut sich etwas zusammen

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Lufthansa-Flugzeuge
Lufthansa-Flugzeuge   -   Copyright  CHRISTOF STACHE/AFP or licensors
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Die Lufthansa-Beschäftigten bangen um ihre Arbeitsplätze. Die Coronavirus-Pandemie hat auch bei der deutschen Fluggesellschaft deutliche Spuren hinterlassen. Wegen des Absturzes der Lufthansa-Aktie wird das Unternehmen nach fast 32 Jahren nicht mehr im DAX, dem deutschen Leitindex, gehandelt.

Was macht Großaktionär Heinz-Hermann Thiele?

Helfen soll ein Finanzpaket des Bundes in Höhe von neun Milliarden Euro. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte am Randes eines Treffens mit seinem französischen Amtskollegen das Krisen-Treffen mit dem Lufthansa Großaktionär Heinz-Hermann Thiele sei gut verlaufen:

Es war heute ein Gespräch, bei dem Vertraulichkeit vereinbart worden ist, und das ist auch aktienrechtlich notwendig und richtig. Wir haben eine, wie ich finde und wie auch Olaf Scholz findet, ein gutes Konzept erarbeitet, dass dazu beitragen kann, viele 10.000 Arbeitsplätze zu erhalten und die Lufthansa über diese schwierige Zeiten zu unterstützen.
Peter Altmaier
Wirtschaftsminister Deutschland

Doch ob das Finanzpaket kommt, ist noch nicht sicher. Denn dass der Bund, wie vorgesehen, Anteile an dem Unternehmen in Höhe von 20 Prozent übernimmt, stößt nicht nur bei Großaktionär Heinz-Hermann Thiele auf Widerstand. Aufgrund der geringen Anmeldungszahl zur außerordentlichen Hauptversammlung am Donnerstag muss dort eine Zweidrittelmehrheit zusammenkommen, um das Hilfspaket anzunehmen.

Vorkehrungen für den Fall der Fälle

Es sei möglich, dass diese verfehlt werde, hieß es bereits in der vergangenen Woche in einer Mitteilung der Fluggesellschaft. Lufthansa befürchtet, dass Thiele, der eigenen Angaben zufolge mehr als 15 Prozent der Anteile an dem Unternehmen hält, gegen den Einstieg des Bundes stimmt. Es seien Vorkehrungen getroffen worden, falls dieser Fall eintreten sollte, so das Unternehmen. „Dies würde bedeuten, dass die Deutsche Lufthansa AG möglicherweise zeitnah zur Hauptversammlung ein insolvenzrechtliches Schutzschirmverfahren beantragen müsste, wenn es dann nicht unverzüglich zu einer anderen Lösung kommt“, meldete das Unternehmen am 17. Juni.

Um zu vermitteln, hat Deutschlands Finanzminister Olaf Scholz Medienberichten zufolge deshalb für diesen Montag ein Treffen mit Thiele und dem Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Carsten Spohr anberaumt.