Rückholaktion: Wahrscheinlich mehr als 100.000 deutsche Urlauber betroffen

Germany Virus Outbreak
Germany Virus Outbreak Copyright (Bernd von Jutrczenka/dpa via AP)
Von Alexandra LeistnerEuronews
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"Wir werden alles dafür tun, den tausenden deutschen Reisenden, die im Ausland gestrandet sind, in den nächsten Tagen eine Rückkehr nach Deutschland zu ermöglichen", verspricht Heiko Maas.

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Die deutsche Regierung will Zehntausende Staatsbürger ausfliegen, die wegen der Corona-Pandemie im Ausland festsitzen. Das Auswärtige Amt schätzt, dass derzeit mehr als 100.000 Personen mit Sonderflügen zurückgeholt werden müssen. 

Außenminister Heiko Maas sprach zudem eine formelle Reisewarnung aus, die kostenlose Stornierungen ermöglicht. "Wir müssen darüber hinaus verhindern, dass weitere deutsche Reisende im Ausland stranden", so Maas. "Aus diesem Grund haben wir uns entschlossen, ab jetzt vor allen touristischen Reisen ins Ausland zu warnen. Bitte bleiben Sie zu Hause. Das hilft Ihnen und anderen. Diese Warnung für touristische Reisen gilt weltweit."

Vor allem in Ägypten sitzen derzeit Deutsche fest. Laut Schätzungen sind es mehr als 30.000. Die Regierung in Kairo hat ab Donnerstag ein Flugverbot verhängt. Das Auswärtige Amt geht weiter davon aus, dass sich etwa 10.000 deutsche Touristen in der Dominikanischen Republik aufhalten, bis zu 6000 in Marokk und weitere Tausende auf Malta, den Philippinen und in Argentinien.

Rückholaktion soll bis zu 50 Millionen Euro kosten

Für die in den nächsten Tagen geplanten Rückholflüge will die Regierung bis zu 50 Millionen Euro ausgeben. Betroffene können sich auf der Webseite des Auswärtigen Amts informieren.

Maas sagte, wer die Rückholflüge in Anspruch nehme, müsse sich auch finanziell beteiligen. Der genaue Betrag soll aber erst später festgelegt werden. Wahrscheinlich wird der Preis etwa dem eines Economy-Tickets entsprechen. Die Flüge sollen vor allem von Lufthansa durchgeführt werden, aber auch von Condor und TUI.

Am Dienstag hatte die deutsche Bundesregierung umfangreiche Maßnahmen beschlossen, um soziale Kontakte während der Corona-Krise einzuschränken. Veranstaltungen, Gottesdienste wurden untersagt, Geschäfte, die nicht der Versorgung der Menschen dienen, sollen geschlossen werden.

Wo möglich solle von Zuhause aus gearbeitet werden und öffentliche Verkehrsmittel sollten gemieden werden. Jegliche Kontakte sollen auf das Notwendigste reduziert werden.

Menschen, die älter als 60 Jahre sind, sollen sich zudem gegen Pneumokokken impfen lassen.

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