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Klimaprotest in Schweden: Aktivistin klebt sich von außen an ein Flugzeug

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Airbus 330 von SAS
Airbus 330 von SAS   -   Copyright  Julio Cortez/Copyright 2018 The Associated Press. All rights reserved.
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Lange hat man wenig gehört von der Umweltbewegung aus Vor-Corona-Zeiten. Jetzt ist sie wieder da: In Schweden haben Klimaaktivisten den Start mehrerer Flugzeuge verzögert.

In Göteborg veranstalteten Mitglieder von Extinction Rebellion eine Protestaktion. Während einige von ihnen im Terminal demonstrierten, stiegen zwei Aktivisten in ein Flugzeug und weigerten sich dann, sich hinzusetzen. Sie wurden festgenommen und müssen jetzt mit einer Geldstrafe rechnen.

In Gotland wurde einem Klimaaktivisten das Einsteigen in eine Maschine verweigert, auch dieser Flug verspätete sich.

Und am Montag protestierten mehrere Umweltschützer in Ängelholm. Eine Aktivistin überzog dabei ihre Hände mit Leim und klebte sich an ein Flugzeug. Die Polizei bekam sie schließlich frei.

Die Proteste richten sich gegen den Flugverkehr allgemein - Stichwort Flugscham - und gegen Staatshilfen für Fluggesellschaften im Besonderen.

Am Dienstag gaben die Regierungen von Schweden und Dänemark bekannt, dass sie der skandinavischen Airline SAS mit umgerechnet rund 1,1 Milliarde Euro unter die Flügel greifen wollen.

Das Unternehmen ist wegen der Corona-Pandemie schwer angeschlagen und kämpft nach eigenen Aussagen "ums Überleben." Am Montag erhielten 1600 Mitarbeiter ihre Kündigung. Schon im April hatte SAS angekündigt, ihre Personalstärke um bis zu 5000 Stellen nahezu halbieren zu wollen. Betroffen sind neben den dänischen auch die schwedischen und norwegischen Mitarbeiter.