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Ausgangssperre in der Coronavirus-Hochburg Antwerpen

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Antwerpen
Antwerpen   -   Copyright  JONAS ROOSENS / Belga / AFP
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Die belgische Provinz Antwerpen mit ihrer gleichnamigen Hauptstadt ist eine Coronavirus-Hochburg: 1400 Neuansteckungen wurden in den vergangenen sieben Tagen festgestellt. Die Zahl der Menschen, die aufgrund von Covid-19 im Krankenhaus behandelt wird, ist in Belgien insgesamt im Vergleich zur Vorwoche stark gestiegen.

Cathy Berx, Gouverneurin der Provinz Antwerpen, erläutert: „Fast die Hälfte der täglichen Neuansteckungen in Belgien wird in Antwerpen festgestellt. Die Ansteckungshäufung und der Infektionsherd befinden sich also in Antwerpen."

Wer in Antwerpen aus dem Haus geht (und älter als zwölf Jahre alt ist), muss einen Mund- und Nasenschutz tragen. „Diese Verpflichtung gilt nicht beim Essen und Trinken, bei intensivem Sport, aber man muss eine Mundmaske in der Tasche haben. Die Verpflichtung gilt auch nicht im privaten Bereich (zu Hause)“, heißt es seitens der Behörden. Zwischen 23:30 Uhr und 6:00 Uhr gilt eine Ausgangssperre. Es muss ein Abstand zu Mitmenschen von mindestens 1,50 Meter eingehalten werden.

Wer in der Provinz ein Schwimmbad, eine Spielhalle oder eine Gaststätte besucht oder an Sportkursen teilnimmt, muss persönliche Daten hinterlegen, um im Fall des Falles eine Nachverfolgung zu ermöglichen.

Pierre Van Damme, Mediziner an der Universität Antwerpen, sagt: „Es handelt sich um den Beginn einer zweiten Welle. Das zeigt, dass sich der Erreger sehr leicht ausbreitet, wenn man den Abstand nicht einhält. Es braucht dann einschneidende Maßnahmen, um den Ausbruch wieder in Griff zu bekommen.“

Öffentliche Veranstaltungen wie Gottesdienste und Wochenmärkte in Antwerpen unterliegen strengen Auflagen, Gaststätten müssen um 23 Uhr schließen.