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Lufthansa droht mit Entlassungen

A 340 am Frankfurter Flughafen
A 340 am Frankfurter Flughafen   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2020 The Associated Press.
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Die Lufthansa stellt sich auf eine länger andauernde Durststrecke nach der Coronakrise ein. Laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr rechnet man erst 2024 mit einer Rückkehr zum Vorkrisenniveau - eine Befürchtung, die bereits der internationale Branchenverband IATA geäußert hatte. Vor allem auf den Langstreckenverbindungen werde es keine schnelle Erholung geben.

Im zweiten Quartal fuhr die Lufthansa einen Milliardenverlust ein. Bei nur noch vier Prozent der Fluggäste im Vergleich zum Vorjahreszeitraum brach der Umsatz um 80 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro ein.

22.000 Stellen weltweit in Gefahr

Angesichts stockender Verhandlungen mit den Gewerkschaften in der Corona-Krise verschärft die deutsche Airline ihre Gangart beim Abbau tausender Arbeitsplätze. Der Plan, betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, sei angesichts der Entwicklungen im weltweiten Luftverkehr und der Verhandlungen mit den Gewerkschaften auch für Deutschland nicht mehr realistisch, teilte der inzwischen teilverstaatlichte Konzern in Frankfurt mit.

Die Lufthansa will weltweit rund 22.000 Vollzeitstellen abbauen und verhandelt mit der Arbeitnehmerseite über ein Entgegenkommen, um die Einschnitte zu begrenzen.

Der Unternehmensvorstand beklagte die fehlenden Krisenvereinbarungen mit den Gewerkschaften in Deutschland. Der bislang erreichte Personalabbau um 8.300 Mitarbeiter sei fast ausschließlich im Ausland verwirklicht worden.

Bereits bekannt sind die Schließungspläne für Germanwings und die deutsche Tochter des Joint Ventures mit Turkish Airlines, SunExpress.