Eilmeldung
This content is not available in your region

"Schulen sind Hotspots": Ängste zum Schulstart mit Corona

euronews_icons_loading
Schulbeginn an der  Carl-Orff-Grundschule in Berlin
Schulbeginn an der Carl-Orff-Grundschule in Berlin   -   Copyright  TOBIAS SCHWARZ/AFP
Schriftgrösse Aa Aa

Drei weitere deutsche Bundesländer sind an diesem Montag nach langer Coronapause in das neue Schuljahr gestartet: Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin.

Bereits in der Vorwoche waren die Schüler in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg an der Reihe.

Eine schrittweise Rückkehr zur Normalität also, so weit es geht, aber mit Corona-Schutzmaßnahmen. Die sehen allerdings je nach Bundesland ein wenig anders aus.

In Berlin und Brandenburg gilt Maskenpflicht für Schulgebäude, nicht im Unterricht oder auf dem Pausenhof, dafür wurde der Mindestabstand gestrichen.

In Schleswig-Holstein hingegen wird den Schülern ab Klasse 7 empfohlen, auch im Unterricht eine Maske zu tragen. Verpflichtend ist dies jedoch nicht.

Masken-Frage bleibt umstritten

Bei Familien und Lehrern herrscht Unsicherheit - zumal in Mecklenburg-Vorpommern gleich zwei Schulen in der ersten Woche wegen Corona-Fällen wieder geschlossen werden mussten.

Die Sorge sei gewaltig, meint die Berliner GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik. "Schulen sind Hotspots. Sie Schulen sind die Orte, wo im Prinzip Schülerinnen und Schüler sich jeden Tag treffen. Und wenn ich in die Familien schaue, dann weiß ich, da sind sozusagen Schüler*innen im Haus, die haben jeden Tag mit Hunderten, mit Tausenden Menschen Kontakt."

Am Mittwoch startet auch der Schulbetrieb im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen - mit Maskenpflicht im Unterricht in weiterführenden und berufsbildenden Schulen.

"Maskenpflicht bis zum Schulsaal"

In Bayern, wo die Sommerferien am 1. September zu Ende gehen, beobachtet man die Erfahrungen mit dem Schulbeginn in anderen Bundesländern genau. Ministerpräsident Markus Söder äußerte sich am Montag für eine Maskenpflicht bis zum Schulsaal, hat die Entscheidung jedoch auf September vertagt.

Im süddeutschen Bundesland soll es außerdem in Kürze flächendeckend Corona-Testzentren geben, um schnell und unbürokratisch testen zu können.

Angesichts steigender Corona-Zahlen in Deutschland hatte Markus Söder außerplanmäßig sein Kabinett zusammengerufen.