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Hilfslieferungen für Beirut: Frankreich schickt Nahrungsmittel

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Hilfslieferungen für Beirut: Frankreich schickt Nahrungsmittel
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Eineinhalb Wochen nach der verheerenden Explosion in Beirut ist der französische Hubschrauberträger "Tonnerre" im Libanon eingetroffen. Das Schiff bringt vor allem Nahrungsmittel und Baumaterial in die Hauptstadt.

Die französische Verteidigungsministerin Florence Parly war nach Beirut gereist, um sich insbesondere ein Bild vom Beiruter Ausgehviertel Gemmayzeh zu machen. Viele Häuser in diesem Bezirk wurden bei der Explosion stark beschädigt.

Wie immer steht Frankreich dem Libanon sehr nahe, nach dieser Tragödie umso mehr. Zwischen den beiden Ländern ist ein Hilfskorridor eingerichtet worden). Die heutige Ankunft von Tonnerre ist ein weiterer Beweis für das Engagement Frankreichs im Libanon.
Florence Parly
Französische Verteidigungsministerin

Hunderttausende benötigen Hilfe

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind rund 300.000 Menschen auf internationale Unterstützung angewiesen. 100.000 Bewohner der libanesischen Hauptstadt seien arbeitslos geworden.

Das Welternährungsprogramm (WFP) verteilt bereits Nahrungsmittel für notleidende Menschen. In den kommenden Wochen sollen vor allem Weizenmehl und Getreide für die Bäckereien in der Hauptstadt eintreffen. Seit dem 8. August könne ein Teil des Containerterminals wieder genutzt werden, aber das reiche nicht, sagte eine Sprecherin des Welternährungsprogramm in Genf.

Das UN-Kinderhilfswerk (Unicef) hilft Familien, Sanitär- und Trinkwasserleitungen zu reparieren und Schulen notdürftig wieder herzurichten. Weil auch im Libanon die Zahl der Corona-Infektionen steigt, sollen mehr Kinder Tablet-Computer bekommen, um wenigstens online am Unterricht teilnehmen zu können. Dafür müssten Strom- und Internetversorgung deutlich verbessert werden, sagte Violet Speek-Warnery vom Unicef-Büro Beirut.

Am 4. August waren 3000 Tonnen giftiger Chemikalien in einer Lagerhalle im Hafen von Beirut explodiert. Mindestens 171 Menschen kamen uns Leben, mehr als 6000 wurden verletzt. Die Ermittlungen zur Ursache laufen noch.