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Hitzewelle: Tonnenweise tote Fische - Wasser 29 Grad warm

Toter Fisch
Toter Fisch   -   Copyright  AFP
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Fast zehn Tonnen Fisch sind in einem See bei Enghien-les-Bains in Val-d'Oise im Norden von Paris tot aufgefunden worden. Grund für das Verenden der Fische war offenbar die Hitzewelle in der Region, erklärten Beamte am Freitag. In den vergangenen Tagen war es im Norden des Landes bei Temperaturen teils über 35 Grad wärmer gewesen als in Südfrankreich.

Jean-Pierre Enjalbert, Präsident von SIARE, der Organisation, die für die Verwaltung der lokalen Gewässer zuständig ist, sagte, dass "die Hitze und der Mangel an klarem, sauberem Wasser" zu einer Abnahme des Sauerstoffgehalts im See geführt habe, was den Tod der Fische verursacht habe.

Das Niveau dieses künstlichen Sees von 40 Hektar, der im Durchschnitt einen Meter tief ist, ist um fast 20 cm gesunken, und das Wasser erreichte während der Hitzewelle 29 Grad, so der Stadtrat von Enghien.

Die Behörden versuchen nun ein System zur Sauerstoffanreicherung des Wassers einzurichten und ein Filterbecken geplant.

Eine Spaziergängerin hat die toten Fische gefilmt.

Der Tierschutzverband Paris Animaux Zoopolis (PAZ) bezeichnete diese Katastrophe als "vorhersehbar" und hatte schon zuvor - angesichts der bevorstehenden Hitzewelle - die Entwicklung eines solchen Pumpsystems gefordert.

Die AktivistInnen von PAZ sind nun besorgt, dass eine "zweite Katastrophe" aufgrund der derzeit schlechten Wasserqualität auch Vögel betreffen könnte.

Der See ist bekannt dafür, dass dort Karpfen, Hechte und Aale leben.