Eilmeldung
This content is not available in your region

Festnahmen in Minsk - Sondersitzung der OSZE zur Lage in Belarus

euronews_icons_loading
Protest in Belarus
Protest in Belarus   -   Copyright  Dmitri Lovetsky/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

Die Sonderpolizei hat in Minsk Proteste gegen den umstrittenen Staatschef Alexander Lukaschenko aufgelöst und Dutzende Menschen festgenommen. Auch zahlreiche Journalisten kamen vorübergehend in Gewahrsam.

Lukaschenko erklärte, dass er mit den Straßenprotesten fertig werde, egal, wie sehr seine Gegner versuchten, die Lage im Land zu destabilisieren.

"Heute sehen wir ein gewisses Stadium eines, sagen wir Hybrid-Krieges. Die Medien- und Informationssphäre dieses Kampfes wird von der gegnerischen Seite geprägt. Um es noch deutlicher zu sagen, gegen Belarus hat ein diplomatischer Kampf auf allerhöchster Stufe begonnen".

"Unruhige Nachbarn von Belarus sprechen nicht nur offen über eine Wiederholung der Wahl, sondern beginnen auch, sich in unsere inneren Angelegenheiten einzumischen".

Maria Kolesnikowa ist eine der führenden Persönlichkeiten der Demokratiebewegung. Sie ist Mitglied des Koordinationsrates der Opposition und wurde vor Lukaschenkos Ermittlungsausschuss geladen.

"Wir bringen unser Bedauern darüber zum Ausdruck, dass Präsident Lukaschenko, der wiederholt die Einmischung von außen in die inneren Angelegenheiten unseres Landes verurteilt hat, nun den Einsatz von Sicherheitskräften der Russischen Föderation für den Einsatz auf unserem Territorium in die Wege geleitet hat".

"Für uns ist dies ein Zeichen dafür, dass Lukaschenko Angst vor seinem eigenen Volk hat und nicht in der Lage ist, die Belarussen und ihre Probleme zu hören".

Angesichts der Lage in der ehemaligen Sowjetrepublik ist der "Ständige Rat der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit" in Europa zu einer Sondersitzung in Wien zusammen gekommen.