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Machtkampf in Belarus - Nobelpreisträgerin Alexijewitsch zum Verhör vorgeladen

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Nobelpreisträgerin Alexijewitsch
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Literaturnobelpreisträgerin Swetlana Alexijewitsch hat in Belarus zum Widerstand gegen Staatschef Alexander Lukaschenko aufgerufen.

Sie sitzt auch im Präsidium des neuen Koordinierungsrates der Zivilgesellschaft für einen friedlichen Machtwechsel in der Ex-Sowjetrepublik. Sie wurde von Lukaschenkos Ermittlungskomitee vorgeladen.

"Ich bin völlig ruhig. Ich fühle mich nicht schuldig. Alles, was wir tun, ist legal und darüber hinaus notwendig, besonders jetzt".

Lukaschenko geht indes weiter hart gegen Kritiker vor. Nach Angaben der Behörden gab es mehr als 50 neue Festnahmen bei Demonstrationen gegen den Staatschef in Minsk und in anderen Städten. Unterdessen gingen die Proteste mit Straßenaktionen und Arbeitsniederlegungen in Staatsbetrieben weiter.

Viele Menschen, teils auch im Staatsdienst und den Sicherheitskräften tätig, haben sich bereits öffentlich von Lukaschenko abgewendet. Der Sicherheitsapparat, zu dem neben Polizei und Armee auch der Geheimdienst gehört, hält ihm aber bisher die Treue.