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Coronavirus-Infektionen: 22 französische Schulen geschlossen

Eine geschlossene Grundschule in der Nähe von Lyon
Eine geschlossene Grundschule in der Nähe von Lyon   -   Copyright  Euronews
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Eine Grundschule in der Nähe von Lyon ist eine der über zwanzig Schulen, die derzeit in Frankreich wegen erwiesener oder vermuteter Fälle von Covid-19 geschlossen worden sind.

Bereits am Dienstag wurden die Lehrer unter Quarantäne gestellt, nachdem sie mit einem Kollegen in Kontakt gekommen waren, der sich infiziert hatte. Wenn ein Schüler mit Infektionsgefahr isoliert werden muss, hängen die Regeln für die Schließung von den jeweiligen Bereichen und Situationen ab.

Erläuterungen von Jean Brun, dem stellvertretenden Direktor des Katholischen Bildungswesens der Diözese Lyon: "Wenn wir drei nachgewiesene Fälle erreichen, wird die Schule automatisch geschlossen, denn es handelt sich um ein Cluster, das ist die offizielle Regel. Hier war es ein bißchen anders: Unter den Lehrern war einer infiziert und hatte Kontakt zu anderen, und zwar schon vor dem ersten Schultag, was zur völligen Schließung der Schule geführt hat."

Eine Lösung wurde für die Eltern gefunden, die ihre Kinder nicht zu Hause betreuen konnten. Daher bietet die Schule für 20 der insgesamt 280 Schülerinnen und Schüler eine Kinderbetreuung an. Für die anderen wird der Unterricht von zu Hause aus durchgeführt und die Hausaufgaben werden von den Lehrern geschickt.

"Schließung macht Sinn"

Dieses zum Teil schwierige Lernen zu Hause dauert seit dem Frühjahr an und bereitet vielen Eltern Sorge, darunter Patrick Shartz: "Die Eltern müssen sich schon seit vielen Monaten mit dieser Situation auseinandersetzen. Die Schließung der Schule macht Sinn, wir hätten sie nicht offen lassen können, aber es gibt eine große Besorgnis unter den Eltern über die Lernbegleitung. Als Eltern können wir die Lehrer nicht im Handumdrehen ersetzen."

Die Schule nahe Lyon ist bei weitem nicht die einzige, die in Frankreich geschlossen wurde, weniger als 1 Woche nach dem ersten Unterrichtstag, aber ihre Zahl bleibt gering angesichts von insgesamt 60.000 Schulen in Frankreich. Premierminister Jean Castex versuchte zu beruhigen, indem er die Tatsache hervorhob, dass diese Situationen nur in einigen wenigen Gebieten anzutreffen sind.

Euronews-Reporter Guillaume Petit kommentierte in Lyon: "Da die Zahl der täglichen Fälle in Frankreich steigt, ist dies eine der 22 Schulen, die in den letzten Tagen geschlossen wurden. 10 von ihnen befinden sich im Überseedépartement La Réunion und mehr als 100 Klassen sind ebenfalls betroffen. Die Situation ist jedoch nur vorübergehend, da diese Schule beispielsweise in wenigen Tagen wiedereröffnet werden könnte."