Hilferuf von Rumäniens Bauern: "Wir wollen Wasser"

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Nur noch ein Viertel der üblichen Regenmenge, 85 Prozent Ernteausfall - die Region Dobrogea im Südosten Rumäniens geht am Stock. Und vom Bewässerungssystem der Kommunisten sind nur noch Ruinen übrig

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Der Hilferuf von Theodor Ichim, Bauer im Südosten Rumäniens, war originell. „VREM APĂ“ – „wir wollen Wasser“ pflügte er mit seiner Bodenbearbeitungsmaschine auf sein Feld und filmte sich dabei mit einer Drohne.

Seine Lage ist weniger witzig.

Auf die Region Dobrogea, zu der auch das Donaudelta gehört, fallen bisher in normalen Jahren rund 400 Liter Regenwasser pro Quadratmeter. Seit vergangenem September waren es jedoch nur etwas mehr als 100 Liter. Laut einem Bericht der Direktion für Notfallmanagement des Landkreises sind in diesem Jahr die Ernten auf mehr als 85 Prozent des Ackerlandes der Region Dobrogea ausgefallen.

Die Bauern sagen: Der Regen wird von Jahr zu Jahr weniger.

Theodor Ichim, Bauer in Dobrogea, Rumänien:

"So eine Situation kennen wir in der rumänische Landwirtschaft seit Beginn der Aufzeichnungen nicht, und wir haben Vergleichsdaten über die letzten 80 Jahre."

Die Felder sind so ausgedörrt, dass sich manche sogar die Zeit der Kommunisten zurückwünschen. Oder zumindest deren – bei weitem nicht ideales – Bewässerungssystem.

Während das rumänische Bewässerungsnetz vor dem Sturz seines kommunistischen Regimes im Jahr 1989 etwa 3,2 Millionen Hektar erreichte, beträgt die derzeitige Bewässerungsfläche nur 100.000 bis 600.000 Hektar.

Die Infrastruktur aus riesigen Kanälen, unterirdischen Tunneln und Wasserstationen mit großen Elektropumpen gehört zwar immer noch dem Staat, aber ein Mangel an Investitionen und effizienter Verwaltung haben sie weitgehend zerstört.

Installationen wurden gestohlen, Pumpstationen und andere Gebäude bröckelten und die Stromleitungen wurden abgebaut und als Altmetall verkauft.

su mit AP

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