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Budapest: Protest gegen mysteriösen Dammbau

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Die Obudai-Insel in Budapest, bekannt für das Sziget-Festival und ansonsten ein Park: An ihren Ufern will die Regierung einen Damm bauen lassen.

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Die Obudai- oder auch Hajogyari-Insel in Budapest ist bekannt für das normalerweise jährlich stattfindende Sziget-Festival und ansonsten ein Park und Naherholungsgebiet. Nun will die ungarische Regierung an ihren Ufern einen Damm bauen lassen, was die Zerstörung mehrerer Hektar Wald bedeuten würde. Viele Budapesterinnen und Budapester sowie Umweltschutzorganisationen versuchen, das zu verhindern.

Andrea Samu vom "World Wide Fund for Nature" (WWF) Ungarn: "97 Prozent des waldbewachsenen Überschwemmungsgebiets in Ungarn wurden durch Flussbegradigungen zerstört. Dass es ein so gut erhaltenes Waldgebiet in einer europäsichen Hauptstadt gibt, ist einzigartig. In diesem Wald wurden 99 geschützte Arten gefunden, sieben von ihnen stehen unter besonderem Schutz. Außerdem ist der gesamte Wald in einem sehr guten Zustand."

Dammbau: Grund und Auftraggeber unbekannt

Besonders Hundebesitzerinnen wie Zsófia Gáspár engagieren sich gegen den Damm und organisierten Proteste. "Was immer sie hier auch bauen werden, wir sind uns sicher, dass es dann schwieriger wird hierherzukommen", so Gás´pár. "Das hier ist der einzige Ort, wo wir unsere Hunde in Budapest sicher von der Leine lassen können und das wird dann nicht mehr gehen."

Ein Kritikpunkt der GegnerInnen des Damms: Bisher ist nicht klar, warum die Insel vor Fluten beschützt werden muss. Ursprünglich hatte die Regierung den Bau eines Wassersportzentrums angeführt, dass geschützt werden sollte. Das Projekt wurde aber wegen der Proteste zurückgezogen. Auch, wer den Bau des Damms beauftragt hat, ist nicht klar. Die ungarische Wasserbehörde sagte dazu auf Anfrage, sie wisse es nicht.

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