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Konflikt im Kaukasus: Schwere Gefechte in Bergkarabach

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Konflikt im Kaukasus: Schwere Gefechte in Bergkarabach
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Aus der Konfliktregion Bergkarabach im Südkaukasus werden bewaffnete Auseinandersetzungen zwischen den verfeindeten Ländern Aserbaidschan und Armenien gemeldet. Zahlreiche Häuser in Dörfern sollen zerstört worden sein. Es soll auch Verletzte geben, wieviele ist aber unklar.

Beide Seiten gaben sich gegenseitig die Schuld für die Gefechte. "Die gesamte Verantwortung dafür hat die militär-politische Führung Aserbaidschans", teilte die Sprecherin des Verteidigungsministeriums von Armenien mit. Eriwan habe Hubschrauber und Kampfdrohnen abgeschossen. Drei gegnerische Panzer seien getroffen worden. Baku dementierte dies und betonte, es handele sich bei den Gefechten um eine Gegenoffensive an der Frontlinie. Armenien habe die Kämpfe provoziert.

Die von Armenien kontrollierte Region Berg-Karabach gehört völkerrechtlich zum islamisch geprägten Aserbaidschan. Baku hatte in einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Kontrolle über das von christlichen Karabach-Armeniern bewohnte Gebiet verloren.

Seit 1994 gilt in der Region eine Waffenruhe, die aber immer wieder gebrochen wurde. Im Juli kam es an der Grenze zwischen den verfeindeten Republiken zu schweren Gefechten; die Kämpfe lagen jedoch Hunderte Kilometer nördlich von Berg-Karabach. Armenien setzt auf Russland als Schutzmacht, die dort Tausende Soldaten und Waffen stationiert hat.