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Gastwirte vor der Pleite: Frankreichs Essens- und Ausgehkultur in Gefahr

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Gaststätte in Frankreich
Gaststätte in Frankreich   -   Copyright  AFP (Videostandbild)
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Die deutsche Bundesregierung und die Länder haben sich wegen der hohen Ansteckungszahlen auf verschärfte Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus geeinigt.

So sollen Veranstaltungen wie zum Beispiel Feierlichkeiten in Räumen auf 50 Personen beschränkt werden. Bundeskanzlerin Angela Merkel nannte diese Maßgabe eine dringende Empfehlung.

„Wir wollen regional, spezifisch, zielgenau agieren und nicht wieder sozusagen einen Shutdown für das gesamte Land machen. Das muss unbedingt verhindert werden“, so Merkel.

Frankreich: Sorge um Kulturgut Gastwirtschaft

In Frankreich, wo Essens- und Ausgehkultur großgeschrieben werden, sind zahlreiche Gastwirte von der Pleite bedroht. Aufgrund der hohen Zahl an Ansteckungen in dem Land müssen Lokale in besonders betroffenen Gebieten unter anderem mit verkürzten Öffnungszeiten zurechtkommen. Die Regierung empfing Vertreter der leidenden Gastronomiebranche, anschließend sagte Finanzminister Bruno Le Maire: „Gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten und dem gesamten Kabinett, das an der Sitzung teilgenommen hat, haben wir entschieden, das Gastgewerbe, Cafés und Restaurants, die uns sehr am Herzen liegen, weiterhin in hohem Maße zu unterstützen. Diese gehören zu unserer Kultur, zu unserem Alltagsleben und sie brauchen unsere Unterstützung.“

Im Großraum Madrid gelten in fast 60 Stadtteilen und Wohngebieten Ausgangsbeschränkungen. Der spanischen Regierung geht diese Maßnahme nicht weit genug, das Gesundheitsministerium will die Einschränkungen des Alltags für die ganze Stadt, was wiederum die Behörden in der spanischen Hauptstadt ablehnen. Auf Madrid entfallen rund ein Drittel aller Neuansteckungen in Spanien.