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Aufräumen nach Unwetter an der Adria: Leichen vom Friedhof und platter Reis

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Aufräumen nach Unwetter an der Adria: Leichen vom Friedhof und platter Reis
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Die jüngsten Unwetter und Überschwemmungen haben in Italien und Frankreich vermutlich Milliardenschäden angerichtet. Nach Rekordregen und Sturm waren am Wochenende im Nordwesten Italiens und im Bergland über der französischen Küstenmetropole Nizza Straßen und Brücken zerstört worden. Orte waren überflutet, mehrere Menschen starben.

Einige an der Küste Liguriens gefundene leblose Körper könnten allerdings auch von französischen Friedhöfen stammen und weggespült worden sein, vermutete der Präfekt des besonders verwüsteten französischen Départements Alpes-Maritimes, Bernard Gonzalez.

Bilder des europäischen Satelliten Copernicus sollen laut EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dem Zivilschutz in beiden Ländern beim Abschätzen der Schäden helfen.

Wenn sie auf die Lombardei zoomt, sieht sie platte Reisfelder.

COPERNICUS SOLL HELFEN

Edoardo Merl, Reisbauer in Palestro:

"Der Schaden hätte eingedämmt werden können, nicht bei den Reiskulturen, wo das Wasser die Erträge überspülte, aber bei der Ausrüstung, beim bereits geernteten und gelagerten Reis und beim Unternehmen. Aber ich wurde nicht rechtzeitig gewarnt."

Italien ist das Reisproduktionsland Nummer eins in Europa und zählt zu den weltweit zehn größten Exporteuren (International Trade Center ITC, Genf: 548 Millionen Euro (2019). Im Jahr 2018 wurden 218.000 Hektar von fast 4.000 Unternehmen bewirtschaftet. Mit mehr als 200 im nationalen Register eingetragenen Sorten ist Italien führend in Europa und liefert mehr als 50% der gesamten europäischen Reisproduktion.

su mit dpa, AFP