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„Wir haben nichts mehr“: Aufräumen nach dem Unwetter

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Eine zerstörte Straße in La Bollene-Vesubie (Frankreich)
Eine zerstörte Straße in La Bollene-Vesubie (Frankreich)   -   Copyright  VINCENT-XAVIER MORVAN/AFP or licensors
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Der Sturm Alex, der regenreich über Italien herzog, hat diesen Ort verwüstet. In Garessio in der Region Piemont im Nordwesten des Landes wird nach den Überschwemmungen aufgeräumt. Es ist nicht das erste Mal. 2016 entstand hier ein Schaden von zehn Millionen Euro. Diesmal wird von noch höheren Kosten ausgegangen.

„Ich muss meinen Laden schon viermal renovieren. Hier sehen Sie, was davon übrig ist. Diesen Tresen habe ich vor zwei Jahren angeschafft, er hat 7000 Euro gekostet. Ich muss ihn wegschmeißen. Alles ist hinüber“, sagt die Besitzerin eines Friseurladens.

VINCENZO PINTO/AFP or licensors
Aufräumarbeiten im PiemontVINCENZO PINTO/AFP or licensors

Auf der anderen Seite der Grenze, in Frankreich, sieht es auch nicht besser aus. Die Region Alpes-Maritimes wurde ebenfalls von heftigem Niederschlag heimgesucht.

„Es war bedrückend. Ich dachte, ich müsse sterben. Ich habe mir gesagt: Das war's. Wenn das Hotel nicht überlebt, sind wir am Ende“, so eine Frau.

Es war bedrückend. Ich dachte, ich müsse sterben.
Überlebende des Unwetters

Eine andere sagt: „Ich bin damit davongekommen: Mit einem Nachthemd. Das ist alles, was mir bleibt. Das, was ich anhabe, gehört mir nicht. Ich habe kein Auto mehr, wir haben nichts mehr - wie die Hälfte des Dorfes."

Auch in anderen Teilen Frankreichs tobten Unwetter. Drei Menschen kamen ums Leben, zwei weitere in Italien. In Frankreich werden noch rund 20 Menschen vermisst. Ministerpräsident Jean Castex ordnete bereits am Wochenende zusätzliche Hilfe für die betroffenen Gebiete an, unter anderem durch die Armee.