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Covid als Katalysator für Wandel - wer's glaubt....

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Covid als Katalysator für Wandel - wer's glaubt....
Copyright  Richard Drew/AP
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Die wichtigsten europäischen Volkswirtschaften stufen aufgrund einer zweiten Welle von Coronavirus-Infektionen auf dem gesamten Kontinent ihre bereits ziemlich üblen Wirtschaftsprognosen herunter. In der Region wurden inzwischen mehr als 6,3 Millionen Fälle gemeldet. Manche wollen dem „Katalysator Covid“ aber auch Chancen abringen.

MITTEN IN DER ZWEITEN WELLE - GLAUBEN AN COVID ALS KATALYSATOR

Spanien zum Beispiel will mit 140 Milliarden Euro EU-Geldern die Wirtschaft umgestalten.

Pedro Sanchez, Spaniens Ministerpräsident:

"Wir wollen unser Bruttoinlandsprodukt in den kommenden drei Jahren um je mehr als 2,5 Prozentpunkte beschleunigen und insgesamt mehr als 800.000 neue Arbeitsplätze schaffen."

FRANKREICH

Frankreich, die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, sieht die wirtschaftliche Erholung nach dem Lockdown im vierten Quartal gedeckelt – der aktuelle Covid-Anstieg behindere die Geschäftstätigkeit.

WECHSELBAD FÜR BANKEN UND KAPITALMÄRKTE

EZB-Präsidentin Christine Lagarde sieht das Glas schon halb voll:

"Die Maßnahmen, die wir seit Beginn dieser verheerenden Krise ergriffen haben, haben messbar dazu beigetragen, die finanziellen Bedingungen zu lockern, die Schock-Resistenz unseres gesamten Finanzsystems wiederherzustellen und zu erhalten. Zusammen mit den entscheidenden Maßnahmen der Regierungen des Euro-Währungsgebiets haben sie die Bedingungen für Banken und Kapitalmärkte geschaffen, um die wirtschaftliche Erholung zu unterstützen und zu fördern.“

Die müssen sich von Lagardes Optimismus aber erst noch anstecken lassen. Nicht leicht nach einer kalten Dusche aus dem Weißen Haus: Laut einem Tweet von US-Präsident Donald Trump kommt ein angekündigtes billionenschweres Covid-Hilfspaket erst nach der Präsidentenwahl am 3. November. Der Aktienindex Dow Jones verlor darauf 400 mühsam erkämpfte Punkte.

su mit dpa