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Kampf um Bergkarabach: USA versuchen zu vermitteln

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Kampf um Bergkarabach: USA versuchen zu vermitteln
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Im Bemühen um eine Lösung im Konflikt um Bergkarabach hat US-Außenminister Mike Pompeo seine armenischen und aserbaidschanischen Kollegen Jeyhun Bayramov und Sohrab Mnazakanjan in Washington getroffen. Bei den getrennt voneinander stattgefundenden Gesprächen appellierte Pompeo laut eigenen Angaben daran, dass beide Seiten die Waffenruhe umsetzen und in Friedensverhandlungen eintreten.

Unterdessen hielten die Kämpfe in der Konfliktregion in Aserbaidschan an. Beide Seiten beschuldigten sich gegenseitig, Angriffe ausgeführt zu haben. Nach armenischer Darstellung beschoss die gegnerische Seite die Städte Askeran und Martuni. Aserbaidschan wiederum beschuldigte das Nachbarland, etwa im Osten Berg-Karabachs aserbaidschanische Stellungen beschossen zu haben. Zudem berichteten beide Seiten über den Abschuss von Drohnen.

Russische Schätzungen gehen von fast 5000 Toten aus

Nach Angaben der Behörden von Berg-Karabach kamen bis Freitag 927 Soldaten bei Kämpfen ums Leben. Unter den Zivilisten habe es mehr als 30 Todesopfer gegeben. Aserbaidschan machte bislang keine Angaben zu Verlusten bei seinem Militär. Die Zahl getöteter Zivilisten wurde mit bislang 63 angegeben. Russland schätzt, dass seit Beginn der neuen Gefechte insgesamt fast 5000 Menschen getötet wurden.

Seit dem Wiederaufflammen der Kämpfe Ende September hat Russland zwei gescheiterte Waffenruhen vermittelt. Nun bot sich auch die mit Aserbaidschan verbündete Türkei als Vermittlerin an, was Armenien umgehend ablehnte.