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Bergkarabach - Raketen und Anschuldigungen fliegen

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Bergkarabach - Raketen und Anschuldigungen fliegen
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In der aserbaidschanischen Stadt Ganja wird in einem zerstörten Wohnblock weiter nach Überlebenden gesucht, offizielle Angaben sprechen von einem armenischen Raketenangriff mit neun Todesopfern.

Aserbaidschan beschuldigt Armenien, mehrere große Städte angegriffen zu haben - wenige Stunden nach Inkrafttreten einer von Moskau vermittelten Waffenruhe.

Die Waffenruhe zwischen den verfeindeten Nachbarn (Armenien und Aserbaidschan) ist seit Samstagmittag offiziell in Kraft und offenbar sehr brüchig.

Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig, die Waffenruhe durch Bombenangriffe zu verletzen.

Hikmet Hajiyev, Berater des aserbaidschanischen Präsidenten Ilham Aliyev:

"Das ist ein Völkermord der armenischen politischen Führung gegen das aserbaidschanische Volk. Es gab einen humanitären Waffenstillstand, aber am nächsten Tag griffen armenische Streitkräfte mit Raketen einen dicht besiedelten Teil der Stadt Ganja in Aserbaidschan an. Das ist ein Kriegsverbrechen, ein Militärverbrechen und zeigt auch noch einmal die Scheinheiligkeit der armenischen Friedensgespräche."

WASSERKRAFTWERK IM VISIER?

Die aserbaidschanische Generalstaatsanwaltschaft beschuldigte die armenischen Streitkräfte außerdem eines Bombenangriffs auf das Wasserkraftwerk Mingachevir in Aserbaidschan.

Demnach wurden alle Raketen von Aserbaidschans Luftverteidigungskräften abgefangen.

Die Militärführung von Berg-Karabach hat die Angriffe abgestritten - die Armee des Territoriums beachte den Waffenstillstand.

Berg-Karabach liegt völkerrechtlich in Aserbaidschan, steht aber unter Kontrolle ethnisch armenischer Truppen, die von Armenien unterstützt werden.

Russland und die EU haben beide Seiten im Konflikt um die abtrünnige Region Berg-Karabach aufgefordert, die Waffenruhe einzuhalten.

su mit dpa