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"Es ist unser Ruin" - Protest gegen Lockdowns in Berlin, Barcelona, Mailand

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Protest in Berlin
Protest in Berlin   -   Copyright  Markus Schreiber/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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In Mailand und zahlreichen anderen italienischen Städten haben an diesem Mittwoch Tausende gegen die aktuellen Einschränkungen protestiert. Bars und Restaurants in Italien müssen um 18 Uhr dicht machen. Viele Gastronomen fürchten um ihre Existenz.

Aber auch eine Frau, die in einer Kaffee-Rösterei arbeitet, war dabei. Sie unterstrich, dass auch viele Zulieferer von den Folgen des Lockdown betroffen sind.

Lega-Nord-Chef Matteo Salvini schloss sich in der norditalienischen Metropole Mailand den Protesten an. Italien habe eine Botschaft an die Adresse der Regierung, schrieb Salvini auf Twitter. Er klagte auch darüber, dass die Protestierenden angeblich nicht im Fernsehen gezeigt würden.

Dabei dauern die Proteste in Italien schon seit Tagen an und sind Thema in den Medien - Ministerpräsident Giuseppe Conte hatte erklärt, in einer Demokratie könnten Entscheidungen der Regierung kritisiert werden.

Initiative #AlarmstufeRot organisiert Protest in Berlin

In der deutschen Hauptstadt zogen Demonstrantinnen und Demonstranten mit Dudelsack, Tanz und Techno vor dem Kanzleramt vorbei, während Angela Merkel drinnen zusammen mit Markus Söder und den anderen MinisterpräsidentInnen der Bundesländer die Kontaktbeschränkungen und das Ende der Freizeitveranstaltungen ab dem 2. November bekannt gab.

Sängerinnen und Sänger, Tontechnikerinnen und Tontechniker, Eventorganisatorinnen und -organisatoren haben sich in der Initiative #AlarmstufeRot zusammengetan.

Markus Schreiber/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
Protest mit Dudelsack in BerlinMarkus Schreiber/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved

Verzweiflung der Gastro-Branche in Spanien

Bei der Demonstration in Barcelona erklärte die Betreiberin eines Cafés: "Das ist unser Ruin, unser Tod. Wir haben nicht nur Kredite, sondern auch Beschäftigte und Familien, die auf uns angewiesen sind." Sie unterstrich, es sei schon vor der Pandemie für viele schwierig gewesen.

Proteste in Prag trotz höchster Corona-Zahlen in Europa

In Tschechien dürfen sich wegen der höchsten 14-Tage-Inzidenz in Europa nur 100 Menschen versammeln. Auch die Todesrate ist derzeit die höchste der EU. Die Polizei in Prag versuchte, diese Regelung durchzusetzen, während mehr Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei Protesten gegen den Lockdown mitmachen wollten.