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Nach US-Wahl: Putin will mit Glückwünschen noch warten

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Von Euronews  mit dpa
Russlands Präsident Wladimir Putin
Russlands Präsident Wladimir Putin   -   Copyright  AP Photo/Sergey Ponomarev

Russlands Präsident Wladimir Putin will mit seinen Glückwünschen an den designierten US-Präsidenten noch warten, bis die offiziellen Ergebnisse der US-Präsidentschaftswahlen bekannt gegeben werden. Das erklärte ein Kreml-Sprecher an diesem Montag.

Schlechter Verlierer Trump

Joe Biden wurde über das Wochenende zum Wahlsieger und damit zum zukünftigen US-Präsidenten erklärt. Noch US-Präsident Donald Trump will sich seine Niederlage nicht eingestehen und hat gegen die Wahlergebnisse in mehreren Schlüsselstaaten rechtliche Schritte eingeleitet. Er spricht auch von Wahlbetrug, für den es aus Sicht von Wahlbeobachtern keine Anhaltspunkte gibt.

Doch Wahlbetrug in den USA?

"Wir halten es für richtig, die offiziellen Ergebnisse der Wahlen abzuwarten. Ich möchte Sie daran erinnern, dass Präsident Putin wiederholt gesagt hat, dass er die Entscheidung des amerikanischen Volkes respektieren wird", wurde der Putins Sprecher Dmitri Peskow zitiert.

Die Leiterin der russischen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, sagte am Montag, dass die Briefwahl in den USA "enormen Spielraum" für einen möglichen Wahlbetrug gelassen habe.

Nach Trumps Sieg: Putin gratulierte als einer der Ersten

Putin war einer der ersten Staats- und Regierungschefs, die Trump zu seinem Sieg im Jahr 2016 gratuliert hatten, etwas mehr als eine Stunde, nachdem die US-Medienprojektionen seinen Sieg proklamiert hatten.

Biden hatte Russland erst kürzlich als die größte Bedrohung für die USA bezeichnet und sich damit unverhohlen als Kritiker des Landes positioniert.

Peskow erklärte weiterhin, dass Putin bereit sei, "mit jedem Präsidenten der Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten". Russland hoffe, dass es möglich sein werde, mit dem nächsten Präsidenten "einen Dialog zu führen und sich auf Wege zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen zu einigen."

Russische-amerikanische Beziehungen: Wie geht es weiter?

Die russisch-amerikanischen Beziehungen hatten sich über die Jahre zunehmend verschlechtert, besonders seit Moskau im Verdacht steht, sich in die US-Präsidentschaftswahlen 2016 eingemischt zu haben, um die Wahl von Trump zum US-Präsidenten zu unterstützen.

Der amerikanische Milliardär hat stets bestritten, von den russischen Bemühungen profitiert zu haben, ebenso wie Putin - trotz der Ergebnisse einer US-Untersuchung, die in Sanktionen gegen Russland gipfelte. Die Wahl Bidens dürfte die Spannungen weiter erhöhen, da der ehemalige Vizepräsident versprochen hat, Moskau gegenüber mehr Härte walten zu lassen als sein Vorgänger.