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Weißer Trüffel: Die Jagd nach den teuren Edelpilzen

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Weißer Trüffel
Weißer Trüffel   -   Copyright  MARCO BERTORELLO/AFP or licensors
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Im Norden Italiens sind die Spürnasen unterwegs: Sie sind auf der Suche nach Trüffeln. Das Gebiet zwischen Poebene und Alpen ist bei Pilz-Feinschmeckern besonders beliebt. Die Einheimischen sind klar im Vorteil, denn auch in Italien gelten Ausgangs- und Reisebeschränkungen.

„Da die Trüffelsuche in ländlichen Gebieten stattfindet, ist man allein. Man trifft mal auf Wildschweine oder Rehe, aber sonst ist im Wald nicht viel los. Das hat sich also nichts geändert“, sagt der Trüffelsucher Giovani Monchiero.

Horrende Preise für beste Ware

Für die Trüffelhändler aber ist vieles anders. Eine Messe in der Stadt Alba musste wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden. Also setzen auch die Vertreiber der Luxusspeise auf Lieferungen - die Feinkostfreunde sind verzückt. Paolo Vizzari gehört dazu: „Glücklicherweise gibt es im Leben einige Erfahrungen, die man nicht in eine Kiste verpacken und verschicken kann. Aber beim Trüffel ist es wie bei fast allen guten Dinge, die man essen kann, anders. Sobald das Paket angekommen ist und man es öffnet, ist der Raum vom Trüffelduft erfüllt“, sagt Vizzari.

Der weiße Trüffel aus dem Norden Italiens gilt als besonders hochwertig - und erzielt stolze Preise: In manchen Jahren werden fünfstellige Eurobeträge pro Kilo aufgerufen.

Trüffelhändler Alessandro Bonino sagt: „Viele Leute rufen an, weil sie schon mal in unserem Laden waren. Andere stoßen im Internet auf uns und haben Fragen. Jeden Tag kommen ungefähr 40 Anfragen von Privatkunden, die Trüffel kaufen wollen. Die Nachfrage ist bei der Kundschaft sehr groß.“

Trüffel gelten als beliebtes Weihnachtsgeschenk. Welche Mengen in den Handel kommen, hängt vor allem davon ab, wie viele der Edelpilze von den Trüffelhunden erschnüffelt werden.