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Tierschützer jubeln, Feinschmecker darben: Foie-Gras-Verbot in New York

Tierschützer jubeln, Feinschmecker darben: Foie-Gras-Verbot in New York
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In New York wird es künftig kein Foie Gras mehr geben.Der Stadtrat der US-Metropole hat am Mittwoch für ein Gesetz gestimmt, das den Verkauf von Stopfleber ab Oktober 2022 verbietet.

Das Gesetz für den Foie-Gras-Verbot muss nur noch von Bürgermeister Bill de Blasio unterzeichnet werden. Künftig wird dann der Verkauf, das Servieren und sogar der Besitz von Stopfleber unter Strafe stehen. Bei Verstößen drohen Geldbußen zwischen 500 und 2.000 Dollar.

Bei der französischen Spezialität Fois Gras, zu Deutsch "Fette Leber", handelt es sich um die Leber von fünf bis sechs Monate alten überfütterten Gänsen oder Enten. Tierschützer kritisieren, dass die Tiere bei der Mast leiden müssen. Sie werden vor der Schlachtung mit Getreide zwangsgefüttert, bis ihre Lebern verfettet und auf ein Vielfaches angeschwollen sind.

Foie-Gras-Produzenten haben bereits juristische Schritte gegen das Verbot angekündigt. Im Bundesstaat New York gehört "Hudson Valley Foie Gras" mit 400 Beschäftigten, 360 Tonnen Foie Gras pro Jahr und 30 Millionen Dollar Jahresumsatz zu den größten Produzenten.

Im Bundesstaat Kalifornien ist Stopfleber bereits seit Januar dieses Jahres verboten. In einigen Ländern steht die Herstellung von Foie Gras unter Strafe, zum Beispiel in Deutschland, Dänemark, Italien, Großbritannien und Australien.

In Frankreich gehört die Foie Gras zum traditionellen Weihnachtsessen. Hier ist die Stopfmast seit 2006 vor Verboten geschützt und Foie Gras zum "Teil des kulturellen und gastronomischen Erbes" erklärt worden.

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