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Frankreich: alle drei Minuten neuer Patient auf Intensivstation

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Frankreich: alle drei Minuten neuer Patient auf Intensivstation
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Die legendäre Rennstrecke von Monza. Heute werden hier Covid-Patientinnen und Patienten behandelt. Die zweite Corona-Welle hat Italien voll erfasst.

Italien im Improvisationsmodus

Von Norden nach Süden, von Mailand bis Neapel sind Krankenhäuser überlastet. Es gibt keine freien Intensivbetten mehr.

Viele Klinken weichen auf Krankenwagen aus, die vor dem Gebäude parken - als improvisierte Intensivstation.

Rodolfo Punzi, Professor am Cottugno-Krankenhaus in Neapel:

Die Lage am Cotugno-Krankenhaus ist so, dass wir keine verfügbaren Betten mehr haben. Wir arbeiten mit vollem Einsatz und bringen große Opfer, vor allem das Pflegepersonal. Es macht mich stolz, wenn Krankenschwestern das Krankenhaus verlassen, um Patienten in Fahrzeugen mit Sauerstoffmasken zu versorgen."

Keine Lockerungen in Frankreich

Auch Frankreich ist schwer angeschlagen. Nach zweiwöchigem Lockdown gehen die Zahlen nur langsam herunter, die Lage ist noch immer kritisch. Deshalb gibt es in den nächsten 14 Tagen vorerst keine Lockerungen.

Gehen wir vom Wochendurchschnitt aus, dann sehen wir einen 16 prozentigen Rückgang. Die Entwicklung stimmt uns zuversichtlich, aber wir bleiben vorsichtig. (...) In den vergangenen Tagen haben wir alle 30 Sekunden eine Aufnahme im Krankenhaus und alle drei Minuten auf einer Intensivstation verzeichnet. 40 Prozent der Kranken dort sind über 65 Jahre alt. Das ist aussagekräftig. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen ist mittlerweile höher als der bisherige Höchstwert im April.
Jean Castex
französischer Ministerpräsident

Schweizer Militär im Einsatz

Die Schweiz muss ihre Armee einsetzen, um die Krankenhäuser zu unterstützen. Bis zu 2.500 Soldaten helfen Ärzten und dem Pflegepersonal, um den Ausbruch mit 7.000 Neuinfektionen und 93 Toten binnen 24 Stunden zu kontrollieren.