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Covid-19 in Berlin: Ampel für Intensivbetten erstmals auf Rot

Intensivstation Krankenhaus Bethel in Berlin
Intensivstation Krankenhaus Bethel in Berlin   -   Copyright  Kay Nietfeld/(c) Copyright 2020, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Schon am Samstag hieß es aus einem der größten Berliner Krankenhäuser, der Vivantes-Klinik in Berlin-Neukölln, dass keine Covid-19-IntensivpatientInnen mehr aufgenommen werden könnten. Offenbar haben sich mehrere Beschäftigte mit dem Coronavirus infiziert. "Auf den meisten Stationen fehlen rund 15 Prozent der Pflegekräfte - weil sie selbst erkrankt oder in Quarantäne sind", sagte Vivantes-Arzt Thomas Werner.

Im rbb hatte Intensivschwester Anja Voigt bereits Anfang November aus dem Klinikum Neukölln berichtet, wie schwierig die Personalsituation ist und dass sie "am Anschlag" arbeite, weil sie drei Covid-19-PatientInnen gleichzeitig betreuen müsse.

Jetzt steht zum ersten Mal eine zweite sogenannte "Corona-Ampel" in Berlin auf Rot, denn in der ganzen Stadt liegt nicht nur die Inzidenz der Fälle pro 100.000 Einwohner seit Wochen über 50. Jetzt hat die Auslastung der Intensivbetten die kritische Marke von 25 Prozent Covid-19-PatientInnen überschritten. Der R-Wert liegt in Berlin weiter unter dem deutschen Durchschnitt, am Samstag wurde ein Wert von 0,82 gemeldet. Deutschlandweit schätzt das RKI den R-Wert auf 0,96. Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch 96 weitere Menschen anstecken.

Die Berliner Gesundheitsbehörden fordern die Hauptstadtbewohner eindringlich dazu auf, die Corona-Regeln einzuhalten, um die Krankenhäuser nicht weiter zu überlasten.

Für ganz Deutschland meldet das Robert Koch-Institut an diesem Sonntag 14 611 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sowie 158 neue Todesfälle in den vergangenen 24 Stunden.