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Brüsseler tête-à-tête ohne Folgen: Brexit-Drama geht weiter

Von Euronews mit dpa, AP
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Von der Leyen und Johnson stellten sich (wenigen) Fragen nur vor Beginn ihres mehrstündigen Abendessens in Brüssel
Von der Leyen und Johnson stellten sich (wenigen) Fragen nur vor Beginn ihres mehrstündigen Abendessens in Brüssel   -   Copyright  Olivier Hoslet/AP
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Mit Boris Johnsons Konvoi fuhren sie in Brüssel dahin, die Hoffnungen auf eine Lösung des Brexit-Konflikts auf höchster Verhandlungsebene.

Rund drei Stunden dinierten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der britische Premierminister in Brüssel, um den Weg zu einem Handelspakt nach der Brexit-Übergangsphase zu ebnen.

Danach hieß es aus britischen Regierungskreisen, es sei immer noch unklar, ob eine Einigung zustande komme. Johnson wolle aber nichts unversucht lassen.

Es sei eine lebhafte und interessante Diskussion gewesen, erklärte von der Leyen über Twitter. Und: Man habe die jeweils andere Position verstanden. Diese lägen weit auseinander. Die Verhandlungsteams sollten sofort wieder zusammenkommen, um diese Probleme zu lösen. Eine Entscheidung werde am Wochenende erwartet.

Mindestens drei große Konfliktbereiche bleiben trotz jahrelanger Verhandlungen bestehen: Die Aufteilung von Fischereizonen. die Schaffung von gleichen wirtschaftlichen Wettbewerbsbedingungen und die Frage der juristischen Durchsetzbarkeit von bilateralen Vereinbarungen.

Sollte ein Handelsabkommen ausbleiben, drohen ab 1. Januar große Hürden im Warenverkehr wie Zölle, Abfertigungsprobleme mit Verkehrsstaus und im Extremfall sogar Versorgungsengpässe.

Die Zeit drängt jetzt schon, denn ein möglicher Pakt müsste noch im Europaparlament und im EU-Ministerrat ratifiziert werden.