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Bei der Tschechischen Philharmonie gurgeln die Musiker jetzt

Die Tschechische Philharmonie im Jahre 2011.
Die Tschechische Philharmonie im Jahre 2011. Copyright Jarba, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Copyright Jarba, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons
Von Euronews
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Bei der Tschechischen Philharmonie wird jetzt auch gegurgelt. Allerdings nicht im Konzert. Die Musiker des Orchesters nutzen einen in Tschechien entwickelten Gurgeltest, um sich auf das Coronavirus zu testen. Das sei angenehmer als die Nasen-Variante, sagen sie.

"Dieser Test ist viel angenehmer"

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Wie viele Orchester weltweit probt und spielt auch die Tschechische Philharmonie derzeit vor leeren Hallen und vor Web-Kameras. Weil es für die Musiker, speziell die Bläser, schwierig ist, beim Spielen Masken zu tragen, müssen Tests her.

Die tschechischen Philharmoniker setzen auf den Gurgeltest. Der ist einfacher und auch angenehmer durchzuführen als die Nasen-Variante.

Cellist Jan Keller meint: "Man kann ihn ganz einfach zu Hause machen. Das ist der Vorteil. Und er kitzelt nicht so schlimm in der Nase."

Oboist Vladislav Borovka sagt: "Ich finde diesen Test viel angenehmer und auch menschenfreundlicher."

Gargtest in Olmütz entwickelt

Hat man gegurgelt, so gibt man die persönlichen Daten per Handy in das dazugehörige System ein, klebt einen Barcode auf die Probe und schickt diese in das Labor. Das Ergebnis kommt einige Stunden später.

Der sogenannte Gargtest - eine Zusammensetzung aus dem englischen Wort für gurgeln, "to gargle", und Test - wurde an der Uni in Olmütz entwickelt. Die Wissenschaftler sagen, er sei so zuverlässig wie der Nasen-Test.

Entwickler Marian Hajduch, Direktor des Instituts für molekulare und translationale Medizin an der Universität von Olmütz, meint: "Das Teströhrchen enthält ein Puder, welches das Virus über mehrere Tage bei normaler Raumtemperatur stabilisiert. Das ist der größte Unterschied zu anderen Covid-19-Tests, wo die Proben gekühlt transportiert und gelagert werden müssen."

Die Entwicklung des Tests wurde von der Forschungseinrichtung EATRIS kofinanziert, der Europäischen Infrastruktur für Translationale Medizin.

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