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Zu viele Frauen in Führungspositionen: Paris muss Strafe zahlen

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Die Strafe für zu viele Direktorinnen in ihrer Verwaltung zahle sie gerne, so die Pariser Bürgermeisterin Hidalgo.
Die Strafe für zu viele Direktorinnen in ihrer Verwaltung zahle sie gerne, so die Pariser Bürgermeisterin Hidalgo.   -   Copyright  Christophe Ena/ Associated Press
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Die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo nannte es eine "absurde" Strafe, die sie gern zahle: Ihre Verwaltung wird bestraft, weil es dort 2018 zu viele Frauen in Führungspositionen gab. Damals waren die DirektorInnen-Posten nur zu rund 30 Prozent mit Männern besetzt. Laut einem mittlerweile abgeschafften Paritätsgesetz musste ein Geschlecht mindestens 40 Prozent ausmachen.

Elf Frauen, 5 Männer, twitterte Hildalgo. Die Stadt Paris müsse Strafe zahlen, weil sie zu viele Direktorinnen einstellte. Ihr Team und sie würden dem Ministerium für den öffentlichen Dienst den Scheck übergeben.

Die zuständige Ministerin twitterte, die Sache der Frauen verdiene Besseres. Das absurde Gesetz sei 2019 abgeschafft worden. Die Strafe müsse für konkrete Aktionen zur Förderung von Frauen im öffentlichen Dienst eingesetzt werden.

Hidalgo: Strafe ist gefährlich

Die Strafe sei außerdem ungerecht und gefährlich, so Hidalgo, denn der Rückstand bei der Gleichberechtigung sei allgemein immer noch groß.

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Das Gesetz stammt aus dem Jahr 2013 und diente der Frauenförderung. Seit 2019 gilt eine neue Regelung, bei der Städte nicht bestraft werden, wenn insgesamt Gleichheit gewährleistet wird.