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Nicht systemrelevant? Wie uns Kunst und Kultur 2020 beistanden

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Nicht systemrelevant? Wie uns Kunst und Kultur 2020 beistanden
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Nicht systemrelevant? Von wegen, Kunst und Kultur waren auch in diesem besonderen Corona-Jahr unsere Begleiter und Trostspender. Wir werfen den Blick auf ein paar Highlights.

Mit enormer Freude und Spaß beginnt das Jahr in den beiden Europäischen Kulturhauptstädten 2020, Rijeka in Kroatien und Galway in Irland. Der Titel birgt normalerweise die Chance, sich auf der Weltkarte zu platzieren und ein internationales Publikum anzulocken. Doch dann kommt alles anders.

Ein Virus namens Sars-CoV-2 legt das Leben in ganz Europa lahm. Und die Menschen bleiben Zuhaus.

Um in der Krise Hoffnung zu spenden, gibt Startenor Andrea Bocelli ein Osterkonzert im leeren Mailänder Dom. Das Video erhält innerhalb der ersten 24 Stunden mehr als 28 Millionen Klicks.

Das öffentliche Leben steht still. Theater, Museen und Konzerthallen schließen, Festivals werden reihenweise abgesagt. Die Parole "Bleib zu Hause!" gilt.

Internetauftritte boomen, Heimkonzerte und Corona-Events wie "One World: Together At Home. Lady Gaga trommelt für das virtuelle Mega-Konzert Stars wie Paul McCartney, Elton John und Stevie Wonder zusammen, um sich bei den vielen Helfern in der Corona-Pandemie zu bedanken - und auf die Notwendigkeit von Hygiene und -Distanzregeln hinzuweisen.

Musiker erkunden neue, coronasichere Spielorte: Die Dresdner Sinfoniker" geben ein Alphornkonzert auf der Hochhausplatte.

Die belgisch-französische Cellistin Camille Thomas spielt Ravel über den Dächern von Paris.

Große Opernhäuser wie das in Sydney gehen digital und stellen Produktionen kostenlos ins Netz. Hochkarätiger Sound im Livestream frei Haus. Andere Konzerte sind rund um die Uhr abrufbar - auf der ganzen Welt.

Eine andere geniale Idee in der Pandemie: die virtuell begehbare Ausstellung 'Lobsteropolis' des britischen Künstlers Philip Colbert in der Londoner Saatchi Gallery - dank rollender Roboter, die man per Smartphone oder Computer fernsteuern kann.

Die brutale Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis sorgt für einen Aufschrei der Entrüstung und Proteste weltweit. Der Hashtag #BlackLivesMatter geht viral.

Graffiti-Künstler zollen der Bewegung auf ihre Weise Tribut - mit Spraydosen auf Häuserwänden.

Die Maske ist das unverzichtbare Accessoire. Literatur-Nobelpreisträgerin Louise Glück trägt eine schwarze, als sie Medaille und -urkunde in ihrem Garten in Cambridge, Massachusetts entgegennimmt.

Der Pandemie zum Trotz denken zahlreiche Fans an John Lennon, der vor 40. Jahren erschossen wurde. Auch Paul McCartney und Ringo Starr zollen per Twitter Tribut.

Witwe Yoko Ono (87) weist darauf hin, dass seit der Ermordung Lennons in Manhattan 1.436.000 Menschen in den USA durch Waffengewalt getötet wurden - und zitiert aus dem Song "Imagine". "Stell dir vor, dass alle Menschen in Frieden leben" - Ein schöner Wunsch für 2021 ...