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Moldau: Maia Sandu legt Amtseid ab

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Moldau: Maia Sandu legt Amtseid ab
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In Moldau ist die proeuropäische Politikerin Maia Sandu neue Präsidentin des Landes. Die 48-Jährige legte im Parlament in der Hauptstadt Chisinau den Amtseid ab.

In ihrer Antrittsrede forderte sie vorgezogene Parlamentswahlen. Die Bekämpfung von Korruption und der Aufbau eines Rechtsstaates seien ihre Hauptaufgaben, sagte sie.

Sandu hatte am 15. November die Wahl mit gut 58 Prozent der Stimmen gewonnen.

Regierungschef Ion Chicu hatte am Mittwoch mit seinem Rücktritt den Weg für Neuwahlen freigemacht. Die Regierung steht wegen ihres Umgangs mit der Corona-Pandemie in der Kritik.

In den vergangenen Wochen hatten Tausende Menschen bei Straßenprotesten den Rücktritt des Kabinetts gefordert.

"Wir werden das Land aufräumen", versprach die neue Präsidentin Maia Sandu.

"Für mich sind alle Bürger gleich. Ich werde für Sie alle arbeiten", sagte Sandu neben der Amtssprache Rumänisch auch auf Russisch. Angesichts des russischen Einflusses in dem Land hatte sie sich zuvor zu Gesprächen mit Moskau bereit erklärt.

Die Präsidenten von Estland, Lettland, Litauen, Tschechien, Polen, Rumänien und Slowenien erklärten in einer gemeinsamen Mitteilung: "Wir unterstützen Maia Sandu und ihre Bemühungen, Reformen auf der Grundlage demokratischer Werte, Grundfreiheiten und Rechtsstaatlichkeit umzusetzen."