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"Seltsames Gefühl": 32.195 Neuinfektionen an Heiligabend - Angst vor 3. Welle

Von Euronews
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Am Bahnhof in Berlin - weniger Reisende zu Weihnachten 2020
Am Bahnhof in Berlin - weniger Reisende zu Weihnachten 2020   -   Copyright  Markus Schreiber/Info
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Das Robert Koch-Institut meldet an Heiligabend 32.195 Neuinfektionen mit dem Coronavirus - damit bleibt die Zahl der bestätigten Fälle auf einem hohen Niveau. Ärzte und Ärztinnen in ganz Europa fürchten eine dritte Welle von Covid-19-Patientinnen und -Patienten nach Weihnachten.

Aus Frankreich wurden am Mittwochabend fast 15.000 Neuinfektionen gemeldet, in den vergangenen Tagen ist die Zahl der Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen aber zurückgegangen.

In Italien verzeichneten die Gesundheitsbehörden 14.522 Neuinfektionen und 553 weitere Todesfälle - es sind inzwischen mehr als 70.000 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

In den vergangenen 24 Stunden gab es in Deutschland 802 weitere Todesfälle. Insgesamt sind 28 770 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben - zuletzt waren es besonders viele in Sachsen.

Am Frankfurter Flughafen ist viel weniger los als sonst an Weihnachten. Einige kommen nur zum Coronavirus-Test her. Andere sind doch verreist wie die Eltern aus Illinois in den USA, die ihre Tochter und ihr gerade geborenes Enkelkind in Berlin besuchen wollen.

Reisende fühlen sich mulmig: "Ich habe zwei Masken auf"

Viele fühlen sich mulmig und sind zum ersten Mal seit langem verreist oder geflogen. Eine junge Deutsche, die aus den USA heimgereist ist, meint: "Ich habe mich vorher und gerade jetzt testen lassen. Ich habe zwei Masken auf und Abstand gehalten. Aber es ist ein seltsames Gefühl."

"Vielleicht gehe ich im Wald spazieren - alleine"

Auch für die, die zu Hause bleiben, wird Weihnachten wegen der Kontaktbeschränkungen anders.

Eine Mutter in Berlin erklärt: "Wir feiern nur mit meinem Mann und den Kindern. Freunde können wir nicht einladen - sonst wären wir mehr als fünf Personen. Vielleicht gehe ich im Wald spazieren - alleine."

Viele Kirchen haben die Gottesdienste verkürzt, ins Freie verlegt oder gestrichen - aus Angst, die Menschen könnten sich dort mit dem Coronavirus anstecken.