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High-Tech aus Russland gegen das Coronavirus

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Von Ronald Krams
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Distance Control
Distance Control   -   Copyright  AP Photo

Eine neue russische Erfindung nutzt einen Ultraschall-Entfernungsmesser, um die coronabedingten Distanzregeln einzuhalten.

Wenn eine Person näher als 1,5 Meter kommt, beginnt der Sensor zu blinken und zu summen. Das Gerät kann in Kleidungsstücke eingenäht oder am Körper getragen werden.

Dazu Anton Artemchuk, Leiter des Shukhov Labors an der Moskauer Hochschule für Wirtschaft:

"Ein solche Gerät könnte ein Teil fast jeder öffentlichen Veranstaltung sein. Man könnte den Besuchern ein Gerät am Eingang geben. Es würde nicht ganz genau funktionieren, aber es könnte überwachen, ob die Sicherheitsmaßnahmen eingehalten werden".

Die praktische Anwendung aber ist fraglich. Der größte Nachteil ist, das der Sensor nur in eine Richtung funktioniert. Dazu Alexey Panyov, Spezialist für Satellitennavigation :

"Es ist eine gute Erfindung. Als Nischenprodukt ist es cool. Aber vom technologischen Standpunkt aus ist die Massenproduktion nicht gerechtfertigt. Es ist nicht klar, wie es funktioniert, wenn sich jemand von hinten nähert. Das Prinzip solcher Sensoren ist, dass sie den Abstand nach vorne messen. Ich habe keine Ahnung, was passieren wird, wenn sich jemand von hinten oder von der Seite nähert".

Technisch ist es nach heutigen Maßstäben kein kompliziertes Gerät. Im Grunde ist es ein einfacher Ultraschall-Entfernungsmesser, der auf 1,5 m kalibriert und mit optischen und akustischen Alarmsystemen verbunden ist.

Auch viele andere Firmen experimentieren mit Armbändern oder Anhängern, die die Entfernung messen können.