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Maske, Abstand & Co: Wie Corona unser Leben verändert hat

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Lieferdienst auf dem Fahrrad mit Maske in Frankfurt
Lieferdienst auf dem Fahrrad mit Maske in Frankfurt   -   Copyright  Michael Probst/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved
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Leergefegte Regale, Klopapier als Mangelware, Hamsterkäufe. Als im Frühling in den meisten Ländern Europas Ausgangseinschränkungen in Kraft traten, sahen sich viele Menschen veranlasst, aus Angst vor Versorgungsengpässen einen Vorrat anzulegen. Viele Läden rationierten daraufhin besonders nachgefragte Waren.

Die Coronavirus-Pandemie hat die Verhaltensweisen vieler Menschen geändert - zwischenmenschliche Kontakte außerhalb der eigenen Wohnung verlagerten sich ins Internet: Plaudern am Bildschirm, das eigene Wohnzimmer wurde zur Turnhalle und zum Fitnessstudio, in vielen Altersheimen mussten Verwandte hinter Schutzscheiben bleiben.

In manchen Ländern wurde es zur Sitte, dem Krankenpflegepersonal, Feuerwehrleuten und anderen in vorderster Front Beschäftigten Beifall zu spenden - als Dank und Anerkennung für die Hilfsdienste, die manche an den Rand der Erschöpfung oder darüber hinaus brachten.

Mund- und Nasenschutz: Erst nicht empfohlen, dann immer wichtiger

Mund- und Nasenschutz nur für das medizinische Personal, lautete zunächst der Leitspruch der Weltgesundheitsorganisation. Im Juni schwenkte die WHO um, empfahl nun das Tragen einer Maske - nicht als Allheilmittel, sondern als Ergänzung zu weiteren Schutzmaßnahmen, insbesondere dem Abstandhalten und dem regelmäßigen Händewaschen. Den großen Maskenbedarf zu decken, stellte Hersteller vor große Herausforderungen, in Arztpraxen, Krankenhäusern und Pflegeheimen fehlte es zunächst auch an anderer Schutzbekleidung. Es dauerte seine Zeit, bis der Mangel ausgeglichen war.

Das Einhalten eines Mindestabstands zum Mitmenschen wurde zum Gebot, Begrüßungsrituale wie das Händeschütteln, Umarmen und Küsschengeben landeten auf dem Index.

Widerstand gegen Einschränkungen

Mit den Einschränkungen und Regeln kam der Protest. Gegner der strengen Maßnahmen sprachen von Gängelung und Bevormundung, forderten ihre Freiheit zurück. Manche stellten das Coronavirus an sich in Abrede und warfen den Behörden und der Politik totalitäres Handeln vor.

Kneipengänger, Restaurant- und Café-Besucher mussten notgedrungen auf bedientes Speisen verzichten. Ein ganzer Wirtschaftszweig ging in die Knie und befindet sich nach wie vor dort. Die Regierungen versprachen Milliardensummen, um der Gastwirtschaft und anderen besonders von den Einschränkungen betroffenen Unternehmen im Überlebenskampf unter die Arme zu greifen. Ob das reicht, weiß noch niemand.

Die anlaufende Impfung wird als Hoffnungsschimmer erachtet, möglichst bald den Alltag zurückzuerlangen. Dass aber bereits der Jahreswechsel wie sonst begangen werden kann, darf man bezweifeln.