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Covid-19 in Europa am 2.1.: Verschärfte Ausgangssperre und Burnout der Pflegerinnen

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Covid-19 in Europa am 2.1.: Verschärfte Ausgangssperre und Burnout der Pflegerinnen
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In Frankreich gelten wegen der Coronavirus-Pandemie in 15 Departements ab Samstag bereits Ausgangssperren ab 18 Uhr - bis um 6 Uhr früh, im übrigen Land ab 20 Uhr.

Am Neujahrsabend wurden mehr als 19.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. In den Krankenhäusern wird befürchtet, dass es nach Weihnachten wieder mehr Covid-19-Patienten geben wird.

In Italien hat das Gesundheitsministerium am 1. Januar 22.211 Neuansteckungen verzeichnet - sowie 462 Todesfälle innerhalb von 24 Stunden.

Das Robert Koch-Institut meldet am Samstagmorgen 12.690 Neuinfektionen und 336 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Doch die Zahlen an den Feiertagen sind weniger zuverlässig, weil weniger getestet und weniger Daten weitergegeben werden.

In Frankreich gelten weiterhin strenge Kontaktbeschränkungen. Laut einer Regierungsempfehlung sollten sich auch am Silvesterabend nicht mehr als sechs Erwachsene zuhause treffen. Dennoch gelang es fast 3000 Menschen, sich in einer Halle bei Rennes zu einer Rave zu versammeln. Die Polizei teilte Verwarnungen aus, schritt aber nicht ein. Erst am Samstagmorgen wurde die Musik abgeschaltet.

In Großbritannien warnen Mediziner-Verbände vor einer Überlastung des Krankenhaus-Personals. Es gebe schon viele Fälle von Burnout. An Neujahr meldeten die Behörden mehr als 53.000 neue Corona-Fälle. "Wir sind quasi auf Gefechtsstationen", sagte der Vize-Präsident des Royal College of Emergency Medicine dem Sender BBC am Freitag. "Es gibt große Sorgen wegen Burnouts." Zwar sei das Personal auf den Notfall- und Intensivstationen auf harte Zeiten vorbereitet, aber die Ärztinnen und Pfleger seien müde, frustriert und ausgelaugt, so wie jeder andere auch.

Der deutsche Hersteller Biontech will mehr Corona-Impfstoff als bisher geplant an die Europäische Union liefern.Hintergrund sind Klagen über die Knappheit von Impfstoff in Deutschland und anderen EU-Staaten.

Das Unternehmen befinde sich "in fortgeschrittenen Diskussionen, ob und wie wir weitere Impfstoffdosen aus Europa für Europa in diesem Jahr zur Verfügung stellen können», teilte Unternehmenschef Ugur Sahin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Hintergrund sind Klagen über die Knappheit von Impfstoff in Deutschland und anderen EU-Staaten. Sowohl Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als auch die EU-Kommission müssen sich Kritik anhören.

Bisher hat nur der Biontech-Impfstoff eine europäische Zulassung. Die EU-Kommission hatte für alle 27 Staaten gemeinsam einen Rahmenvertrag über bis zu 300 Millionen Impfstoffdosen des Herstellers abgeschlossen - eine feste Bestellung von 200 Millionen Dosen und eine Option auf 100 Millionen weitere, die diese Woche auch gezogen wurde. Nun wird über zusätzliche Mengen verhandelt.