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"Sichere Korridore": So will Ägypten wieder Touristen ins Land holen

Polizist patroulliert unweit der Cheops-Pyramide in Gizeh, Ägypten, 16.03.2020
Polizist patroulliert unweit der Cheops-Pyramide in Gizeh, Ägypten, 16.03.2020   -   Copyright  Nariman El-Mofty/Copyright 2020 The Associated Press. All rights reserved.
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Ägypten will schon in diesem Jahr mit einem Corona-Sicherheitskonzept wieder mehr Touristen anlocken. Diese sollten zunächst für die auch bei deutschen Touristen besonders beliebten Urlaubsziele Hurghada und Scharm-el-Scheich ausgearbeitet werden.

Das Sicherheitskonzept umfasst Maßnahmen, die die Sicherheit der Touristen garantieren sollen. Dazu zählen eine begrenzte Zahl an Fluggästen auf den Flügen, sowie obligatorische Corona-Tests bei der Ein- und Ausreise. "Wir wollen sichere Korridore schaffen, in denen es vollständige Sicherheit für Touristen gibt", sagte der ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid.

Ägypten ist eines der beliebtesten Reiseziele der Deutschen außerhalb Europas. Lediglich in die Türkei fliegen noch mehr deutsche Urlauber. Umgedreht sind die deutschen Touristen in Ägypten die zahlenmäßig wichtigste Urlaubergruppe aus der Europäischen Union. Das Land ist stark auf Urlauber angewiesen. 12 Prozent der Wirtschaftsleistung des Landes kommen durch Einnahmen aus diesem Sektor. 2020 kamen zwischen 1,8 und 1,9 Millionen Deutsche nach Ägypten.

Seit März 2020 hat das Auswärtige Amt wegen der Corona-Pandemie eine Reisewarnung für das nordafrikanische Land herausgegeben. Man gehe aufgrund der Teststrategie in Ägypten "von einer hohen Dunkelziffer sowie von unverändert hohen Infektionszahlen aus". Ägypten hat der WHO bisher 139.471 Corona-Infektionen und 7.687 Todesfälle gemeldet (Stand 3. Januar). Das ist deutlich weniger als in Deutschland. Allerdings hat Ägypten mehr Einwohner.