Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Bund und Länder verlängern Lockdown bis Ende Januar

euronews_icons_loading
Geschlossenes Lokal in Haffkrug an der Ostsee
Geschlossenes Lokal in Haffkrug an der Ostsee   -   Copyright  Michael Probst/ Associated Press
Schriftgrösse Aa Aa

Der Bund und die Länder haben sich an diesem Dienstag darauf verständigt, dass der bestehende Lockdown bis Ende Januar verlängert- und in einigen Punkten sogar verschärft wird.

Für Corona-Hotspots soll ein eingeschränkter Bewegungsradius von 15 Kilometern um den Wohnort gelten. Als Hotspots gelten Orte, an denen die 7-Tage-Inzidenz bei über 200 auf 100.000 Einwohner liegt. Ausnahmen von der Regelung soll es nur bei triftigem Grund geben, tagestouristische Ausflüge zählten nicht dazu. Derzeit betrifft das rund 70 Lnadkreise. Eine Einigung auf ein Beschlusspapier gab es aber noch nicht.

Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar

Wegen der weiter hoher Corona-Infektionszahlen wird der Lockdown an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Die meisten Geschäfte sowie Schulen und Kitas sind in Deutschland seit dem 16. Dezember dicht. Wenn Eltern wegen der Schließung von Schule und Kita nicht zur Arbeit gehen können, soll zehn Tage zusätzlich Kinderkrankengeld gezahlt werden. Verschärft werden sollen die Bestimmungen für Einreisende aus Risikogebieten. Hier soll grundsätzlich bereits direkt zur Einreise ein Corona-Test gemacht werden.

Kontaktbeschränkungen werden verschärft

Die Kontaktbeschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemies werden wegen der weiter hohen Infektionszahlen verschärft und sollen, laut Kanzlerin Merkel auf das "absolut notwendige Minimum beschränkt" werden. Fortan sind private Zusammenkünfte im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person gestattet.

Mehrheit der Deutschen für Lockdown-Verlängerung

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für eine Verlängerung des Lockdowns zur Eindämmung der Corona-Pandemie. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sprachen sich fast zwei Drittel der Befragten dafür aus, die Einschränkungen mindestens in der bisherigen Härte über den 10. Januar hinaus fortzuführen. 41 Prozent sind für eine unveränderte Beibehaltung, weitere 24 Prozent sogar für eine Verschärfung. Dagegen befürworten nur 17 Prozent eine Lockerung des Lockdowns und nur jeder Zehnte (11 Prozent) ist für eine komplette Aufhebung aller Einschränkungen.

Streit um Impfkampagne: CDU wirft SPD politische Profilierung vor

Auch der Fortschritt der Impfkampagne dürfte eine wichtige Rolle spielen. Ärztepräsident Klaus Reinhardt forderte ein bundesweit einheitliches Vorgehen und verbindliche Beschlüsse.

Aus Reihen der SPD und der Opposition war kritisiert worden, die Bundesregierung und die EU hätten nicht ausreichend Impfdosen bestellt und auf die falschen Impfstoffe gesetzt.

Kritik kam unter anderem vom Bundestagsabgeordneten Florian Post

CDU-PolitikerInnen bezeichneten dies als Profilierungsversuche. Gesundheitsminister Jens Spahn verteidigte den europäischen Weg. Einem Bericht des Spiegel zufolge sagte er nun, allen Deutschen könnte womöglich schon bis Ende Juni ein Impfangebot gemacht werden.