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Impfstrategien, Lockdowns: Wie unterschiedlich reagiert Europa?

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Impfstrategien, Lockdowns: Wie unterschiedlich reagiert Europa?
Copyright  Martin Schutt/(c) dpa-Zentralbild
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Ein Déjà-vu. Leere Straßen im normalerweise stark besuchten Shoppingviertel in London. Die Geschäfte bleiben in ganz England geschlossen, der dritte Lockdown legt das öffentliche Leben erneut lahm.

Auch die Schulen bleiben zu. Eine überraschende Kehrtwende, hatte Premier Boris Johnson das wenige Stunden vor der Ankündigung noch ausgeschlossen.

Mehr als zwei Prozent der Bevölkerung sind infiziert. Das sind mehr als eine Million Menschen in England. Wir in der Regierung nutzen jede Sekunde des Lockdowns, um die Älteren und die Gefährdetsten zu schützen.
Boris Johnson
britischer Premierminister

Auch Deutschland weitet seine Maßnahmen aus. Der Lockdown wurde bis Ende Januar verlängert. Hinzu kommt, dass der Bewegungsradius von Menschen in besonders betroffenen Gemeinden auf 15 Kilometer eingeschänkt wird. Betroffen davon sind bisher mehr als 70 Landkreise.

Bundeskanzlerin Angela Merkel mahnte wiederholt zur Vorsicht:

Ich habe immer wieder gesagt, die Wintermonate sind, das haben uns die Experten gestern nochmal gesagt, die Monate, in denen die Pandemie am stärksten wüten kann mit der Kombination des mutierten Virus, das auch schon bei uns eingetragen wurde, ist es absolut notwendig. Und deshalb müssen wir zu einem Punkt kommen, wo wir die Infektionsketten wieder nachvollziehen können.
Angela Merkel
deutsche Bundeskanzlerin

Frankreich bleibt offen. Nach Kritik an der französischen Impfstrategie will die Regierung allerdings die Massenimpfungen beschleunigen. Sie plant, die Zahl der Zentren und der Zielgruppe auszuweiten. Kaum 5.000 Menschen hatten sich in den ersten sechs Tagen impfen lassen.

In Spanien könnte erneut das Militär zur Unterstützung eingesetzt werden. Das kam während der Coronakrise bereits zum Einsatz, indem es zum Beispiel Altenheime desinfizierte.

Die Fortschritte in den einzelnen Regionen variieren stark. In Madrid wurden 6 Prozent der verfügbaren Dosen gespritzt, im nordspanischen Asturien sind es 81 Prozent.