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Schrille Szenen in Washington: "Wie bei den Simpsons"

Pro-Trump-Protestierer im Kapitol in Washington
Pro-Trump-Protestierer im Kapitol in Washington   -   Copyright  Manuel Balce Ceneta/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Am Abend versuchten die Sicherheitskräfte die von der Bürgermeisterin von Washington verhängte Ausgangssperre durchzusetzen und die Protestierenden vom Kapitol in der US-Hauptstadt zurückzudrängen. Beim Sturm auf das Kapitol sind vier Personen ums Leben gekommen. Abgeordnete - sowohl Demokraten als auch Republikaner - mussten vor dem wütenden Mob fliehen, nachdem Anhänger des amtierenden Präsidenten in den Kongress eingedrungen waren.

Journalisten wurden angegriffen, ihr Material zerstört (siehe Videos weiter unten).

Die Nationalgarde setzte dann in der Dunkelheit auch Tränengas ein, um die Demonstranten abzuwehren.

Nachdem Donald Trump auf Twitter geschrieben hatte, die Menschen sollten sich an diesen Tag erinnern, sperrte das Netzwerk das Konto des noch amtierenden Präsidenten. Drei seiner Tweets wurden gelöscht.

Zuvor war es den Anhängern des Noch-US-Präsidenten gelungen, mehrere Türen zu durchbrechen und in das Kapitol vorzudringen. Einige Trump-Fans zelebrierten ihre Auftritte in den Büros von hochrangigen Abgeordneten.

In der TV-Serie "Simpsons" seien diese Szenen vorausgesehen worden, meinen viele.

Auf Twitter fragen sich viele, warum keine Sicherheitskräfte einschritten, als die teils kostumierten Protestierenden in das Parlament eindringen konnten.

Anders als bei den "Black lives matter"- oder BLM-Protesten gegen Rassismus wurden kaum Protestierende festgenommen.

Donald Trump, der seine Anhänger am Nachmittag noch aufgestachelt hatte, rief die Demonstranten später dazu auf, nach Hause zu gehen.

Als die US-Nationalgarde einschritt, griffen Protestierende auch die Live-Positionen der Journalisten an, forderten die Reporter auf zu gehen und zerstörten deren Material.

Donald Trump sei eine Schande für die USA, meinen viele Twitter-User.

Die britische Presse schreibt von einem "Angriff auf die Demokratie" und von "Anarchie".

Im Kongress sollte an diesem Mittwoch die Wahl von Joe Biden zu US-Präsidenten bestätigt werden. Die Sitzung wurde zunächst bei der Behandlung der Stimmung in Arizona unterbrochen, doch Stunden später kamen die Abgeordneten erneut zusammen.